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21.08.2017 - 20:46
Foto: APA/Stringer

Bankräuber beschuldigen Wachmann

13.12.2009, 01:00
Die beiden in Niederösterreich gefassten mutmaßlichen Bankräuber aus Linz wollen einem privaten Wachmann einen Mordversuch vorwerfen. Von ihrer Verteidigerin aufmunitioniert, schießen sich die 24 und 26 Jahre alten Verdächtigen aus dem Gefängnis heraus auf ihre Verfolger ein. Sie beschuldigen nun einen Privat-Sheriff, illegal das Feuer auf sie eröffnet zu haben.

Wie berichtet, soll das arbeitslose Linzer Brüderpaar seit vier Jahren mehr als ein Dutzend bewaffnete Post- und Banküberfälle verübt haben.

Weil Beweise fehlten, wurden die Verdächtigen seit Wochen beschattet. Ein oberösterreichisches Observationsteam und die Cobra- Eingreiftruppe waren deshalb auch am 4. Dezember in Blindenmarkt (NÖ), als es dort nach einem Bankraub zu einem Feuergefecht mit einem Security- Mann kam, einem Ex- Polizisten.

"Das war keine Notwehr, sondern ein glatter Mordversuch!"

Dieser hätte einen der Verdächtigen vor der Raiba erwartet und angeschrien, sei aber sofort beschossen worden. Er habe daraufhin das Feuer erwidert und den Täter getroffen, der sich schwer verletzt zu seinem Bruder ins Fluchtauto schleppte.

"Ohne Notwehr und ohne jede Polizeibefugnis hat der Wachmann zuerst geschossen", will nun die Wiener Anwältin Irmtraud Oraz mithilfe des Sachverständigen Ingo Wieser beweisen, dass ihr Mandant seine Pistole erst durchladen und entsichern musste, um sich verteidigen zu können: "Denn dieser Privat- Sheriff hat geballert wie im Wilden Westen – allein das Auto weist drei Treffer auf."

Sicherheitsdirektor Alois Lißl macht kein Hehl daraus, dass er dem solcherart beschuldigten Sicherheitsprofi mehr glaubt als den Verdächtigen und ihrer Verteidigerin.

Diese wirft der Kripo auch vor, ihren Mandanten ihren Rechtsbeistand verweigert zu haben. Deshalb wären die neun Geständnisse ungültig, die nun auch von den beiden Verdächtigen widerrufen wurden.

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