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25.09.2017 - 06:31
Foto: Klaus Kreuzer

Arbeiter bis zur Nasenspitze von Sand verschüttet

18.11.2009, 08:52
Ein Arbeiter einer Schottergrube hat am Montag ein Näschen fürs Überleben bewiesen. Der 45-Jährige wurde im Schotterwerk Braunau bis zur Nase von Sand verschüttet. Der Mann hielt durch, bis er von Kollegen und Feuerwehr nach rund 90 Minuten aus seiner gefährlichen Lage befreit wurde.

Eigentlich wollte der Arbeiter nur den Feuchtigkeitssensor einer Sandbox überprüfen. Dazu wurde mit einem Bagger die befüllte Sandgrube ausgehoben. Der Mann stellte sich in die Baggerschaufel und wurde in das trichterförmige Loch abgesenkt.

Hier verhielt sich der 45- Jährige sehr leichtsinnig: Um den Sensor besser zu sehen, verließ er die sichere Schaufel. Sein Pech: Im selben Moment brach eine große Menge Sand von Rand ab und begrub den Mann unter sich.

Rasche Reaktion der Helfer

Zwei Kollegen hielten den Verschütteten zumindest bis zur Brust sandfrei, doch der einsetzende Regen verschärfte die Situation weiter. Da mehrere Tonnen auf den hilflosen Braunauer zu stürzen drohten, wurde die Sandgrube mit Holzbalken abgesichert. Mit einem Rettungsgurt gelang es der Feuerwehr schließlich, den Arbeiter aus der Sandgrube zu ziehen.

„Ich habe ihm seinen Kopf freigeschaufelt"

„Krone“: Wie ist der Unfall passiert?
Angsüsser: Der Herbert wurde mit einer Baggerschaufel in eine Sandbox gehoben, weil eine Messsonde defekt war. Aber schon kurz nachdem er unten war, hat eine Wand aus Sand nachgegeben und ihn fast völlig begraben.

„Krone“: Waren Sie in der Nähe?
Angsüsser: Ich hab’ alles genau gesehen und bin als Erster sofort zu ihm hinunter. Dann hab ich gleich mit meinen Händen seinen Kopf freigeschaufelt.

„Krone“: Und dadurch bekam Ihr Kollege ausreichend Luft.
Angsüsser: Es war sehr heikel, weil immer Sand nachgerutscht ist und die Gefahr, dass die andere Wand auch einstürzt, sehr groß war. Zuerst hat mir ein weiterer Kollege geholfen, dann kam die Feuerwehr. Insgesamt war der Herbert eine Stunde und vier Minuten begraben.

„Krone“: Wie geht’s ihm jetzt?
Angsüsser: Er war über Nacht zur Beobachtung auf der Intensivstation. Aber ihm geht es schon wieder ganz gut.

Symbolbild

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