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24.08.2017 - 00:43

Ansfeldener dem Erdbeben entkommen

24.02.2011, 01:00
Mindestens 75 Tote, 300 Vermisste – das Erdbeben von Christchurch in Neuseeland ist eine "nationale Katastrophe, die uns alle trifft", sagt der 1989 ausgewanderte Ansfeldener Wilhelm Zabern (54). Der Geschäftsmann ist nur zufällig nicht am Unglücksort gewesen. Er berichtet am Telefon, wie er die dramatischen Stunden miterlebt hat.

"Krone": Sie waren nur zufällig nicht am Unglücksort.
Wilhelm Zabern: Ich bin einmal in Auckland, einmal in Christchurch. Als das Beben passierte, war ich in Auckland, in Sicherheit. Wir sind alle schwer geschockt und kommende Woche fliege ich wieder nach Christchurch.

"Krone": In der alten Heimat haben sich sicher viele Sorgen gemacht.
Zabern: Natürlich. Meine Mutter und Schwester haben sich sofort gemeldet, auch sonst kamen viele Anrufe und Mails, ob es uns gut geht. Zum Glück konnten wir rasch Entwarnung geben. Auch im näheren Bekanntenkreis gibt's derzeit keine Opfer. Aber es gibt noch keine Opferlisten und unser Buchhalter war im Büro mitten im Geschehen. Er hatte Glück, dass er rausgekommen ist.

"Krone": Gab es Vorwarnungen, dass so ein Beben kommt?
Zabern: Vergangenen September gab es eines mit Magnitude 7,1, aber das passierte 33 Kilometer unter der Erde und es war halb fünf Uhr früh. Da ist nicht viel passiert. Es gab öfter Nachbeben. Eines hab' ich selbst in Christchurch erlebt. Es war zwei Uhr früh und ich hab' geglaubt, ein Zug fährt bei mir beim Bett vorbei. Jetzt passierte das Beben um die Mittagszeit und es war nur fünf Kilometer unter der Erde – die Auswirkungen sieht man ja.

"Krone": Gab es Probleme, die Angehörigen zu erreichen?
Zabern: Überhaupt nicht, die Organisation lief perfekt, auch für die Touristen. Ich bekam sogar einen Anruf vom Umweltministerium, weil meine Tochter, die grade auf einem abgelegenen Wanderpfad unterwegs ist, sich Sorgen machte und per Funk nachfragte, ob man schauen könne, ob es mir gut geht.

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