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26.09.2017 - 20:43
Foto: dpa

Ärzte gegen Politik: Rettendes Labor musste schließen

14.02.2010, 23:59
Ärzte gegen Politiker – der Streit ums wortwörtliche Totsparen wird immer heftiger. Die Rieder Barmherzigen Schwestern wollen ihr behördlich geschlossenes Herzkatheterlabor wieder aufsperren: "Wir könnten den Menschen im Innviertel endlich diese Verbesserung der Versorgung anbieten und wollen ihnen diese moderne Herzmedizin nicht länger vorenthalten!"

Wie die "Krone" berichtete, haben die Rieder Schwestern und Ärzte den einstimmigen Beschluss der oberösterreichischen  Gesundheitsplattform im Wahljahr 2009 zu voreilig umgesetzt: Sie rüsteten ihre längst genehmigte und erprobte Angiographieanlage mit Messgeräten um 150.000 Euro auf, um auch Akutinfarkte behandeln zu können, um Gefäßverengungen mit eingeführten Ballons aufdehnen und mit lebensrettenden Stents abstützen zu können.

Das hatte der Rieder Kardiologie- Primar Thomas Winkler schon als Leiter des Katheterlabors des Linzer Schwesternspitals gelernt und geübt, wo er zusätzliches Fachpersonal ausbilden ließ. Sodass  schon ab Dezember neun Spezialisten täglich sieben bis acht Infarktpatienten retten konnten – bis ihr erfolgreicher Probebetrieb Mitte Jänner von Landes- Sanitäts- Juristen gestoppt wurde.

Herzinfarkte im Innviertel "gefährlicher"

Denn der Finanz- und Gesundheitsreferent rudert zurück: Ried, Steyr und Vöcklabruck sollen im Gegensatz zum Wahlversprechen nun doch keine neuen Kathetertische bekommen, sondern alte aus dem gut bestückten Zentralraum. Linzer genießen die vierfache Anzahl notwendiger Herzkatheteruntersuchungen, Welser die dreifache der Rieder. Deshalb enden Herzinfarkte im Innviertel um 48 Prozent häufiger tödlich als in der Landeshauptstadt. 

340.000 Menschen ohne Schwerpunkt- Spital

Und deshalb klagen nicht nur die Rieder darüber, dass derzeit insgesamt 340.000 Landsleute innerhalb der ersten, wichtigsten 60  Minuten kein Schwerpunktkrankenhaus erreichen können, das eine rettende Koronarangiographie hat.

"Oberösterreichische Krone"

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