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18.08.2017 - 04:09
Klaus Luger verurteilt Josef Ackerls (l.) Wut-Postings und fordert eine Entschuldigung.
Foto: Harald Dostal, Markus Wenzel

"Ackerls Verhalten ist schädigend für die SPÖ"

23.07.2017, 13:28

Beste Freunde waren die beiden nie - aber jetzt geht der Linzer Bürgermeister und SPÖ- Politiker Klaus Luger auch öffentlich auf Distanz zum früheren Parteichef Josef Ackerl, der im Internet Hass- Tiraden auf Sebastian Kurz (ÖVP) abfeuert. Luger ganz unmissverständlich zur "Krone": "Die SPÖ ist keine Partei für Krakeeler. Ackerl muss sich für seine Aussagen bei Kurz entschuldigen."

"Krone"- Leser wissen , dass Josef Ackerl, der frühere Vorsitzende der oberösterreichischen SPÖ, den schwarzen Kanzlerkandidaten und Bundesparteiobmann Sebastian Kurz laufend mit bösen Worten attackiert. Auf seiner persönlichen Facebook- Seite ist da etwa zu lesen: "Kurz ist ein Flüchtling von der politischen Verantwortung. Er hat seit 2010 viel angekündigt und wenig Erfolg. Das am längsten der Regierung angehörende ÖVP- Mitglied kann es einfach nicht. Nur intrigieren. Da ist (er) ein Meister."

"Derartige Botschaften sind demokratieschädlich"

Seit die "Krone" darüber berichtet und das zum Thema gemacht hat , gehen immer mehr Genossen auf Distanz zu Ackerl. Wortgefechte im Internet zeugen davon. Ganz öffentlich meldet sich in dieser Causa jetzt auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger zu Wort. Zu Ackerls Attacken findet der Chef der Linzer SPÖ ganz klare Worte: "Ich halte derartige Botschaften für demokratieschädlich. Die SPÖ ist kein Platz für Krakeeler und Leute, die andere untergriffig attackieren."

SPÖ-Landespolitiker Ackerl fährt schweres Geschütz gegen ÖVP-Chef Kurz auf.
Foto: APA/RUBRA, APA/ÖVP/JAKOB GLASER, facebook.com, krone.at-Grafik

SPÖ- Mitglieder sauer: "Ackerl schadet Kern"

Sowohl bei den Roten in Oberösterreich als auch in Wien wirft man dem früheren Landeshauptmann- Stellvertreter nun sogar vor, dem eigenen Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl am 15. Oktober, also Kanzler Christian Kern, mit den Attacken auf Kurz zu schaden. "Das ganze ist mehr als verzichtbar", sagt Luger und geht einen Schritt weiter: "In Wahrheit ist es so, dass sich Josef Ackerl für seine Aussagen beim Außenminister  entschuldigen muss. Mit diesen Tiraden, mit denen Sebastian Kurz durch den Dreck gezogen wird, beschädigt sich Ackerl ja nicht nur selbst, sondern vor allem die Partei. Das ist einfach unwürdig, das ist ein parteischädigendes Verhalten", so Luger zur "Krone".



Kommentar: Der Ruf der SPÖ wird zertrampelt

In einer Nachricht an die "Krone" schreibt Josef Ackerl: "Hass ist mir fremd, aber ich kenne ihn (Sebastian Kurz, Anm.) aus seiner Arbeit, das reicht mir." Natürlich ist es erlaubt, den Mitbewerber anzugreifen. Das gehört zum politischen Geschäft - und wenn sich Politiker aneinander reiben, wissen wir wenigstens, wofür sie stehen. Aber auch hier gilt: Der Ton macht die Musik. Wenn Ackerl austeilt, dann macht das nicht irgendjemand. Der Rote war LH- Vize. Und er war Chef der  SPOÖ - und somit für viele ein Vorbild. Sein Wort hat also Gewicht. Mit den Attacken schadet er nicht nur  Christian Kern, sondern er zertrampelt damit auch den Ruf seiner Partei...

Robert Loy, Kronen Zeitung


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