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20.08.2017 - 04:14

8.000 verbotene Gegenstände beschlagnahmt

06.01.2010, 01:00
Auch ohne Nacktscanner sind die Sicherheitschecks am Flughafen Hörsching die schärfsten: Die Airport-Linz-Securities entwaffnen jeden hundertsten Passagier, um acht Mal mehr als in Wien und fünf Mal mehr als in Salzburg.

"Weil wir hier besser aufpassen", weiß der Hörschinger Group- 4-Einsatzleiter Wolfgang Köllner, dass die Oberösterreicher am sichersten abfliegen können.

Das beweist die Statistik des Innenministeriums, das seinen "Mister- Anonym- Tester" auch schon mit einer Pistolenattrappe in einem Kassettenrekorder versteckt durch die Hörschinger Kontrollschleuse geschickt hat: Bei rund 800.000 Linzer Fluggästen pro Jahr wurden etwa 8.000 verbotene Gegenstände beanstandet – von ominösen Flüssigkeitsbehältern über verbotene Nagelfeilen und Taschenmesser bis zum Pfefferspray und einer Kettensäge.

Bei 19 Millionen Wiener Passagieren hat die flughafeneigene Sicherheitsgesellschaft hingegen "nur" 24.000 gefährliche Utensilien gefunden.

Linz ist sicher

Diese schwache Schwechater Trefferquote von exakt 787:1 unterscheidet sich ziemlich besorgniserregend von der Hörschinger Erfolgsbilanz von genau 99:1.

Damit übertrifft die übergenaue Linzer Group- 4-Crew auch jede Konkurrenz aller kleinen Flughäfen: In Graz kommt ein Fund auf 267 Passagiere, in Innsbruck steht's 1:435, in Salzburg 1:468 und 1:502 in Klagenfurt, obwohl dort nur 500.000 Fluggäste pro Jahr durchsucht und durchleuchtet werden müssen.

Kontrolle mit Augenmaß

"Weniger Frequenz erlaubt mehr Zeit zur Kontrolle", lobt der Linzer Group- 4-Mann Kurt Wenzel seine sensiblen Airport- Sheriffs. Diese haben erst Montag wieder bewiesen, dass sie weltweit Spitze sind: Ein weit gereister Linzer Musiker hatte sein Öl für seine Klarinette noch durch jede Kontrolle gebracht, in Hörsching jedoch wurde die verbotene Menge dieser verdächtigen Flüssigkeit im Handgepäck entdeckt. Und dann ein Auge zugedrückt.

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