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22.08.2017 - 11:07
Foto: APA/Rubra

40. Landesparteitag in Linz - Haider wiedergewählt

18.04.2009, 16:09
Am Samstag ist im Linzer Designcenter der 40. Landesparteitag der SPÖ Oberösterreich unter dem Motto „Schluss mit der Gier – Gerechtigkeit!“ gestanden. Erich Haider ist bei dieser Gelegenheit als Landesparteichef mit 99,3 Prozent wiedergewählt worden.

Eröffnet wurde der Parteitag mit Zitaten schillernder Persönlichkeiten wie US- Präsident Barack Omaba und dem früheren SPÖ- Chef und Bundeskanzler Bruno Kreisky. So prangte „Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität“ in großen Lettern über der Bühne, das Gandhi- Zitat „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“ stand auch zu lesen.

"Blick in die Zukunft"

Begrüßt wurden Ehrengäste und mehr als 3.000 Besucher von Radiomoderatorin Dagmar Hager und Entertainer Alfons Haider. Seinen Namensvetter, den Landesparteivorsitzenden Erich Haider, der Landeshauptmann- Stellvertreter von Oberösterreich ist, nannte er augenzwinkernd "Landeshauptmann". Der Fernsehstar sprach von einem "Blick in die Zukunft" und spielte auf die Landtagswahlen im September an.

Klare Mehrheit für Haider

Die Wahl zum neuen, alten Landesparteichef war eine klare Sache: von den 346 Stimmberechtigten wählten 99,3 Prozent Erich Haider. Dieser kann sich über noch mehr Zustimmung als im Vorjahr freuen, wo 99,2 Prozent für ihn votierten. Haider steht bereits seit elf Jahren an der Parteispitze und wird die Partei auch als Spitzenkandidat in die Landtagswahl, die Ende September stattfinden soll, führen.

Kritik kommt von Mitbewerbern

Nicht mit Kritik am Landesparteitag der SPÖ Oberösterreich haben die politischen Mitbewerber gespart. So bezeichnete ÖVP- Landesgeschäftsführer Michael Strugl den Anspruch von SPÖ- Chef Erich Haider auf den Landeshauptmannsessel als "gefährliche Drohung". Eine "dreiste Wählertäuschung" sah die ÖVP in der SPÖ- Kritik an Stiftungen: "Während Haider Stiftungen als Steuersparmodell für Reiche verdammt, parkt die SPÖ Oberösterreich ihr eigenes Vermögen steuerschonend in einer Stiftung", kritisierte Strugl.

Haimbuchner: "leere Worthülsen"

FPÖ- Landesobmann- Stellvertreter und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Manfred Haimbuchner, sieht in den Forderungen Erich Haiders "Klassenkampfparolen" und "leere Worthülsen": "Den Arbeitnehmern, die von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit betroffen sind, wird durch diese linkspopulistischen Ansagen nicht geholfen sein", so Haimbuchner. Deshalb sei es notwendig, die Wirtschaft anzukurbeln und die von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer endlich lohnsteuerrechtlich zu entlasten.

Haubner bezeichnet Haider als unglaubwürdig

Die oberösterreichische BZÖ- Landesobfrau Ursula Haubner bezeichnete Erich Haider als "völlig unglaubwürdig". Er habe immer gebrüllt wie ein Löwe, sich aber wie ein Mäuslein in der Ecke versteckt, wenn konkrete Entscheidungen angestanden sind, so Haubner. Gerade gegenüber "Oberösterreich- feindlichen Aktionen" der rot- schwarzen Bundesregierung wie beispielsweise den Postamtsschließungen habe Haider ein doppeltes Spiel getrieben und sei schlussendlich immer vor Wien in die Knie gegangen.

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