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20.09.2017 - 07:06
Foto: Hannes Markovsky

23- Jähriger bittet Freund per Facebook um Hilfe

02.06.2010, 12:44
Der 23-Jährige, der am Dienstag im Bezirk Urfahr-Umgebung von Einbrechern brutal niedergeschlagen und gefesselt worden ist, hat nach dem Überfall einen Freund per Facebook gebeten, die Polizei zu rufen. Die Einbrecher hatten nämlich sämtliche Telefone im Haus zerstört, sodass der Laptop die einzige rettende Lösung war.

Der Student hatte die zwei Männer im Haus seiner Mutter in Steyregg ertappt. Er schlief im ersten Stock, als sich die Einbrecher durch eine nicht verschlossene Kellertür in das einsam gelegene Haus schlichen. Sie hatten zuvor vermutlich abgewartet, bis die Mutter um 9 Uhr mit dem einzigen Auto wegfuhr.

Gegen 11 Uhr wurde der 23- Jährige von Geräuschen geweckt und ging über die Stiege hinunter in den Vorraum. Dort überraschte er einen der beiden Männer. Dieser dürfte sich ebenso erschrocken haben wie der 23- Jährige. Plötzlich kam noch ein zweiter Mann hinter einer Tür hervor, der eine Sturmmaske mit zwei Sehschlitzen trug.

Der Maskierte schlug den Studenten blutig und forderte ihn dann auf, sich auf den Boden zu legen. Dabei erzählte ihm der Räuber englisch, dass die Bande bei ihren Beutezügen noch nie überrascht worden sei, noch nie zuschlagen hätte müssen. Die beiden Einbrecher sollen sich jedoch in einer osteuropäischen Sprache unterhalten haben.

Einbrecher erbeuten nur geringe Menge Bargeld

Der Unmaskierte durchsuchte eine halbe Stunde lang das Haus, während der Maskierte den 23- Jährigen bewachte. Anschließend zerrten die beiden Gauner ihr Opfer ins Obergeschoß und fesselten den Studenten an Händen und Füßen mit Gürteln. Der Mann ohne Maske wendete sich dabei die ganze Zeit von dem Studenten ab, um nicht erkannt zu werden. Anschließend flüchteten sie mit einer geringen Menge Bargeld.

Da der 23- Jährige gefesselt war, konnte er nicht beobachten, wie und wohin die beiden Männer flüchteten. Allerdings schaffte er es, sich die Fesseln abzustreifen und den Laptop einzuschalten: Beim Skypen fand er zwar keinen Kontakt, doch per Facebook einen Wiener Freund, der gerade online war. Dieser verständigte dann die Polizei.

Von Tätern fehlt jede Spur

Die Polizei sucht nun anhand folgender Beschreibung nach den Tätern: Die beiden Männer sind vermutlich Osteuropäer. Der Maskierte ist ungefähr 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur. Der andere Täter ist 1,75 Meter groß, zwischen 30 und 40 Jahre alt und eher schlank. Beide Männer waren dunkel gekleidet. Einer der beiden Täter hatte einen Rucksack bei sich.

Hinweise bitte an das Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 059133/40–3333.

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