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18.08.2017 - 09:00
Foto: Polizei Niederbayern

16 t Sprengstoff schlecht gesichert - Lkw gestoppt

06.11.2009, 10:30
Quer durch Oberösterreich ist eine „rollende Bombe“ gebrettert, bevor sie die Polizei in Deggendorf in Bayern aus dem Verkehr gezogen hat: Ein rumänischer Lastwagen hatte 16 Tonnen Sprengstoff geladen und diese nicht gesichert. Die Lenker, die nach Schweden unterwegs waren, hätten noch die gesamte Bundesrepublik durchquert, teilte die Polizei am Freitag mit.

Zöllner hatten den Kühlsattelzug am Nachmittag im Landkreis Deggendorf kontrolliert. Weil ihnen die Ladung ungesichert schien, schalteten sie die Spezialisten des Gefahrguttrupps ein. Die Fahrer, 29 und 36 Jahre alt, waren zwar in die Vorschriften für Sprengstoff unterwiesen, einen persönlichen Befähigungsnachweis zum Umgang mit dem brisanten Transportgut konnten sie aber nicht vorweisen. Bei den 16 Tonnen handelte es sich um Sprengstoff, der im Bergbau verwendet wird und als massenexplosionsfähig beschrieben ist. Laut Polizeiexperten ist er bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte auch erschütterungsempfindlich.

Ladung nicht ausreichend gesichert

Die Ladung war aber nicht durch Antirutschmatten gesichert, die Paletten hatten sich bereits aufeinander zubewegt. Zudem ist bei derartigen Transporten ein unbeabsichtigter Funkenschlag zu vermeiden, bei dem rumänischen Lkw gab es jedoch keine ausreichende Isolierung der Stromführung der seitlichen Begrenzungsleuchten. Der Draht zu einem Batterietrennschalter am Hänger war lediglich mit den Fingern zusammengedreht und dadurch nur notdürftig repariert. Bei dem Fahrzeug war darüber hinaus die Ausrüstung zum Feuerlöschen nicht vorschriftsmäßig und vorne eine Bremsscheibe gerissen.

Probleme auch mit Ersatzfahrzeug

In einem Spezialbetrieb wurde die gefährlichen Ladung umgeladen. Die Aktion verlief nicht problemlos: Die Beamten stellten auch an dem Ersatzfahrzeug eine gerissene Bremsscheibe und am Anhänger kleinere technische Mängel fest, die zunächst behoben werden mussten. Das Umladen dauerte bis zum Abend. Die Lkw konnten schließlich am Freitag früh weiterfahren. Die Lenker und die Transportfirma werden wegen der Verstöße angezeigt. Eine akute Gefahr für die Bevölkerung ging zu keiner Zeit aus, betonte die Polizei.

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