Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.09.2017 - 20:46
Foto: APA

Zwei Freisprüche im Korneuburger Ärzte- Prozess

24.03.2011, 13:22
Mit zwei Freisprüchen ist am Donnerstag der Prozess gegen Chirurgen des Krankenhauses Hollabrunn am Landesgericht Korneuburg fortgesetzt worden. Ihnen wurde die fahrlässige Tötung einer 85-jährigen Patientin unter besonders gefährlichen Verhältnissen vorgeworfen. Von den sieben Angeklagten sei den beiden Ärzten der geringste Vorwurf zu machen, begründete Richter Manfred Hohenecker. Die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die unter Rheuma leidende 85- Jährige war im Mai 2010 nach einem Sturz wegen Prellungen stationär im Krankenhaus Hollabrunn aufgenommen worden. Dabei ordnete die behandelnde Turnusärztin - laut ihrer Aussage nach Angaben der Frau - statt der höchstzulässig wöchentlichen, die tägliche Einnahme von Ebetrexat an. Während ihres stationären Aufenthaltes hatten auch die beiden Angeklagten mehrere Male Chefdienst. Bei ihren Visiten glaubten sie den Angaben der Patientin zur Höhe der Dosierung und verabreichten deshalb Ebetrexat weiter.

Ab dem Zeitpunkt, wo sich der Gesundheitszustand der Frau immer mehr verschlechterte, hätten sich die beiden Chirurgen aber richtig verhalten, sagte Hohenecker. So stoppte der angeklagte Oberarzt bei seinem Chefdienst am 22. Mai die Verabreichung sämtlicher Medikamente.

Der zweite Angeklagte ordnete am darauffolgenden Tag die Überstellung der Frau ins Krankenhaus Stockerau an. Von dort wurde sie später ins Wiener SMZ Ost eingeliefert, wo sie Anfang Juni starb. Ob der siebente Arzt nach den beiden Freisprüchen ebenfalls vor Gericht muss, stand am Donnerstag noch nicht fest.

Turnusärztin freigesprochen

Am Mittwoch waren zwei Ärzte des Krankenhauses Hollabrunn zu Geldstrafen im Ausmaß von 39.600 bzw. 20.400 Euro - nicht rechtskräftig - verurteilt worden (siehe Infobox): Richter Manfred Hohenecker sprach den Primar und den Oberarzt der chirurgischen Abteilung der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen schuldig.

Freisprüche gab es für die angeklagte Turnusärztin, weil sie das Medikament in ihrer Funktion gar nicht anordnen durfte, sowie für eine Ärztin, die die Anordnung zwar am nächsten Morgen abgezeichnet, dann aber in Urlaub gegangen war.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum