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22.08.2017 - 17:49
Foto: APA/AGENTUR DIENER/PHILIPP SCHALBER

Wr. Neustadt knöpft Meister Salzburg einen Punkt ab

07.03.2010, 10:23
Meister Salzburg hat seine weiße Weste im Frühjahr verloren – der Titelverteidiger musste sich in der 23. Runde gerade gegen Aufsteiger SC Wiener Neustadt mit einem 1:1-Heimremis zufriedengeben und verpasste damit den vierten Bundesliga-Sieg im neuen Jahr. Roman Wallner (39.) erzielte zwar die Führung für die Mozartstädter, Hannes Aigner (84.) gelang aber nach einer desolaten Salzburger Leistung in der zweiten Spielhälfte noch völlig verdient der Ausgleich.

Bereits nach elf Minuten hätten die zunächst souverän agierenden "Bullen" gegen die harmlosen Wiener Neustädter vorlegen können, Gercaliu rettete nach einem Eckball bei einem Schuss von Opdam aber auf der Linie. Während sein Sturmpartner Marc Janko bei der SCWN- Innenverteidigung gut aufgehoben schien und mit einem Lattentreffer (30.) auch Pech hatte, deutete Wallner seine Gefährlichkeit wiederholt an, etwa bei einem Weitschuss, den der Wiener Neustädter Torhüter Fornezzi aber souverän parierte (25.).

Schüchterne Wr. Neustädter zu Beginn mit Problemen

Eine weitaus schlechtere Figur machte der Slowene dann aber beim Gegentreffer: Nachdem Stanislaw den Ball an der Outlinie unnötig vertändelt hatte, kam der Ball über Svento zu Wallner, der von der Strafraumgrenze mitten aufs Gehäuse abzog. Fornezzi ließ sich von dem scharfen Schuss überraschen, so stand es plötzlich 0:1 aus der Sicht der Gäste. Wiener Neustadt hatte dem Salzburger Spiel in der ersten Spielhälfte nur einen zu schwach ausgefallenen Kopfball von Simkovic (26.) entgegenzusetzen. Zu groß schien der Respekt der Niederösterreicher vor dem zuhause weiter ungeschlagenen Meister.

Aigner bestraft Lässigkeit der Bullen

Mit der Führung im Rücken stellte Salzburg die Geduld der 8.800 Fans in Wals- Siezenheim nach Seitenwechsel aber gehörig auf die Probe. Die Mannschaft agierte nur noch destruktiv und wollte den Sieg mit dem geringsten Kraftaufwand über die Zeit bringen. Wiener Neustadt schöpfte daraus Mut. Nachdem die Mannschaft von Peter Schöttel bereits einige Male gefährlich im Strafraum aufgetaucht war und Schiri Gangl bei zwei Strafraumszenen zugunsten der Hausherren weggesehen hatte (Fouls an Aigner bzw. Simkovic), brach Aigner schließlich völlig verdient die Bullen- Torsperre (84.).

Gustafsson bändigte nach einem Freistoß einen Ramsebner- Kopfball nur kurz, der Tiroler staubte aus kurzer Distanz ab. Nach dem Schlusspfiff sowie der in der zweiten Spielhälfte vielleicht schlechtesten Leistung unter Stevens begleitete Salzburg ein gellendes Pfeifkonzert seiner Anhänger in die Kabine.

Red Bull Salzburg - SC Magna Wr. Neustadt 1:1 (1:0)
Wals- Siezenheim, Red- Bull- Arena, 8.800, SR Gangl
Tore: Wallner (39.); Aigner (84.)
Gelbe Karten: Keine bzw. Simkovic, Ramsebner

Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer – Tchoyi (75. Cziommer), Opdam, Pokrivac, Svento (87. Zickler) - Wallner (88. Augustinussen), Janko
Wr. Neustadt: Fornezzi - Kayhan, Kostal, Ramsebner, Klapf - P. Wolf (46. G. Burgstaller), Stanislaw (46. Kurtisi), Reiter, Gercaliu, Simkovic - Aigner

Stimmen zum Spiel
Huub Stevens
(Salzburg- Trainer): "Ich habe meine Spieler vor dieser Partie gewarnt. Wenn man so spielt, verdient man den Titel nicht. Ich bin mit der ganzen Vorderreihe nicht zufrieden. Hinten haben wir auch nicht gut gespielt, wir hätten kein Tor bekommen müssen. Das war mit Abstand das schlechteste Spiel unter mir. Einige Herren denken, dass es mit einer Einladung in die Nationalmannschaft getan ist und vergessen, dass sie in der Meisterschaft Leistung bringen müssen."

Marc Janko (Salzburg- Stürmer): "Wir haben es nicht verstanden, offensiv Akzente zu setzen. Wiener Neustadt ist heute gut gestanden und hat auf Chancen gelauert. Das war von uns zu wenig für ein Heimspiel, wenn man Meister werden will. Wir hatten durch die Bank einen schlechten Tag."

Peter Schöttel (Wiener- Neustadt- Trainer): "Wir haben uns nichts zugetraut in der ersten Spielhälfte, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben gewusst, dass wir in der Pause etwas ändern müssen. Je länger das Spiel gedauert hat, desto stärker sind wir geworden. Letztlich sind wir mit dem Ausgleich belohnt worden. Wir können noch sehr viel besser Fußball spielen, wir können uns viel mehr zutrauen."

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