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23.09.2017 - 19:04
Foto: Florian Hitz

Radiästhet aus NÖ wegen Handymast ohne "Empfang"

18.03.2012, 19:00
Seit in der Nähe seiner Wohnung ein Handymast in Betrieb gegangen ist, verzweifelt ein Wünschelrutengeher aus Tulln in Niederösterreich regelrecht: "Ich habe bei der Ortung von Wasseradern und Erdminen nun keinen Empfang mehr und kann zu Hause nicht richtig arbeiten", so der verzweifelte Senior.

Die Geschichte des ehemaligen Berufschauffeurs Otto Forst (Bild) klingt seltsam: Allein mit einer Landkarte und mit seiner aus einem Metallkleiderbügel fabrizierten Rute will der 82- Jährige Vorkommen von 20 verschiedenen wertvollen Mineralien orten und sogar Erdöl finden können.

Bergbaufirma bestätigt: "Test positiv verlaufen"

"Dabei beuge ich mich über die Karte und verbinde mich in Gedanken mit den Erdstrahlen an der betreffenden Stelle", so der Pensionist. Als Dank für seine Arbeit erhielt Forst einmal Opale von einem Fund aus Australien, aber auch regelmäßig Aufträge von einem österreichischen Minenbetreiber.

Und das hat Forst auch schriftlich. So heißt es in einem Schreiben der Bergbaufirma aus St. Stefan ob Leoben in der Steiermark: "Wir bestätigen, dass wir Herrn Otto Forst bezüglich seiner Fähigkeiten im Grafit im Jahr 1984 getestet haben und dass dieser Test positiv verlaufen ist. Glück auf! Die Bergdirektion."

Handymast ist schuld an schlechtem Empfang

"Vor wenigen Monaten starb leider meine Frau, mit der ich mehr als ein halbes Jahrhundert lebte und die ich pflegte. Als ich jetzt wieder auf der Weltkarte nach Schätzen suchte, bekam ich keine Signale mehr. Schuld daran ist ein Handymast, der ausgebaut wurde", so Forst weiter.

Nun muss er, um weiter seinem Hobby nachgehen und seine Begabung in der Fernortung von Gesteinsformationen ausleben zu können, ins nahe Hallenbad ausweichen. "Dort habe ich eine stille Ecke, wo meine Wünschelrute wieder ausschlägt", erklärt der rüstige Pensionist. Er möchte noch möglichst lange in seinem Metier tätig sein.

18.03.2012, 19:00
Florian Hitz, Kronen Zeitung
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