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24.09.2017 - 23:38
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET

Nach Brückensturz: Deutscher sitzt nun in NÖ in U- Haft

04.03.2013, 13:26
Über den 24-jährigen Deutschen, der in der Nacht auf Freitag einen 21-Jährigen in Niederösterreich über eine Brücke gestoßen haben soll, wurde U-Haft verhängt. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann versuchten Mord zur Last. Der Verdächtige bestreitet diesen Vorwurf allerdings vehement. Er habe aus Notwehr gehandelt.

Laut Polizei waren der 24- Jährige und ein Freund bereits in einem Kremser Lokal auf den 21- Jährigen und dessen Freunde gestoßen. Dort dürfte es zu einer ersten Auseinandersetzung gekommen sein. Wie berichtet, trafen die beiden alkoholisierten Gruppen dann gegen 4.30 Uhr auf der Wiener Brücke erneut aufeinander.

Augenzeugen gaben an, dass es zu einer Prügelei gekommen sei und der Deutsche den 21- Jährigen dabei mit voller Absicht über das Brückengeländer in den Bach gestoßen habe. Dann sei er davongelaufen. Das Opfer erlitt bei dem Sturz schwerste Verletzungen.

Verdächtiger spricht von Notwehr

Die Polizei konnte den Deutschen rasch ausfindig machen und nahm ihn fest. Die Staatsanwaltschaft legt dem 24- Jährigen nun versuchten Mord zur Last. Der Deutsche bestreitet laut seinem Anwalt Erich Gemeiner jedoch "jegliche Verletzungs- oder sogar Tötungsabsicht auf das Entschiedenste". Es habe sich nämlich um eine Art Notwehrsituation gehandelt.

So erklärte der Deutsche, seinem Freund, der am Boden liegend von den anderen getreten wurde, zu Hilfe geeilt zu sein. "Er drängte sich zwischen die Angreifer, schob bzw. stieß diese von seinem Freund weg zur Seite, half diesem wieder auf die Beine und lief davon, um weiteren Angriffen zu entgehen", hielt Gemeiner fest. Sein Mandant habe weder bewusst wahrgenommen, dass er sich auf einer Brücke befand, noch, dass einer der "Angreifer" von der Brücke gestürzt war, betonte der Anwalt.

Die Ermittlungen der Polizei laufen jedenfalls nach wie vor. Einige Zeugeneinvernahmen stünden noch aus, hieß es am Montag.

04.03.2013, 13:26
AG/red
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