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17.08.2017 - 06:52
Foto: Matthias Fischer

Legendärer Rettungsflieger geht in Pension

06.12.2010, 06:01
Ein Flachländer in den Bergen. Was der Titel einer Filmkomödie sein könnte, ist indes die Lebensgeschichte von Hans Fischer. Der gebürtige Tullnerfelder wurde schon in sehr jungen Jahren Hubschrauberpilot, startete bald von Klagenfurt sowie Osttirol zu Rettungsmissionen. Jetzt setzte der legendäre „Glocknerpilot“ zum letzten Mal auf.

Hätte er rechtzeitig gespart, würde Johann Fischer seine eigene Flugrettung aufbauen. So sagt der erfahrene Pilot aus Maria Ponsee bei Zwentendorf jedoch Cockpit und Rotorblättern ade und will den Ruhestand genießen. 6.700 Einsätze ist er geflogen, saß rund 8.000 Flugstunden an den Steuerknüppeln.

Segelschein seit 17. Lebensjahr

Dabei wollte der Flugexperte nach einer Lehre als Dreher im Turbinenbau bei der Firma Voith eigentlich Sportlehrer und Fußballer werden. Ein Seitenbandriss und eine gebrochene Nase ließen ihn dann doch zur Gendarmerie wechseln, wo er die Ausbildung für Motorflieger begann: „Ich hatte ja seit meinem 17. Lebensjahr den Segelschein aus der Bundessportschule Spitzerberg in der Tasche.“

Als er 1974 auf den Hubschrauber umstieg und nach Klagenfurt versetzt wurde, erfuhr Fischer überrascht, dass auch Osttirol zu seinem Einsatzgebiet gehört: „Wir waren für alles zuständig. Verkehrsüberwachung, Verletzte bergen, Tiere vom Berg holen.“

Wechsel nach Niederösterreich - "alles so flach"

Nach zehn Jahren in Kärnten wechselte der Pilot wieder heim. „In Niederösterreich zu fliegen war seltsam – unter der Maschine war plötzlich alles so flach“, schmunzelt er. Bald aber kam er wieder in die Berge, wurde sogar Chef bei der Einsatzstelle in Lienz. Doch nach 30 Jahren als Gendarm dann noch einmal ein Wechsel: „Das Innenministerium löste unsere Dienststelle auf. Also heuerte ich beim ÖAMTC an, denn ich wollte fliegen und damit helfen.“

Modell- Helikopter als Hobby

24 Jahre lang startete Johann Fischer von Lienz aus. Der „Glocknerpilot“ – so nennen ihn die Leute dort. Den höchsten Berg Österreichs kennt er wie seine Westentasche. Ausgleich für den harten Job fand er im Hobby: „Das sind meine Modell- Helikopter!“

Seinen Abschied vom Fliegen feierte der Glocknerpilot dieser Tage dort, wo alles begann: „Meine letzte Landung wünschte ich mir in Oberwart, wo ich seinerzeit zum ersten Mal einen Hubschrauber aufsetzte.“ Zwei Kollegen aus Lienz, wo der Tullnerfelder lebt, flogen mit. Auch die Familie war dabei: Sohn Matthias, die Töchter Franziska und Christina und auch Enkerl Nina wiesen den „Fliegeropa“ ein.

von Serina Babka, Kronen Zeitung

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