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18.08.2017 - 01:58
Foto: EPA

Kritik an Fehlermeldesystem der Ärztekammer

30.09.2009, 14:17
Niederösterreichs Patientenanwalt Gerald Bachinger hat Kritik an dem von der österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) geplanten Fehlermeldesystem bezüglich kritischer Vorfälle bei der Behandlung von Patienten geäußert. Die Einführung des sektoren- und berufsgruppenübergreifenden CIRS (Critical Incident Reporting System) sei zwar verschoben worden, "was aber bleibt, sind ernste Bedenken von Gesundheitsexperten", sagte Bachinger.

Bachinger zweifelt vor allem an der Objektivität und Unabhängigkeit des CIRS. Das System soll anonym Berichte sammeln und daraus Vorschläge und Maßnahmen zur Fehler- und Schadensvermeidung ableiten. "Umgang mit Fehlern und damit Meldebereitschaft benötigen vor allem Vertrauen in die handelnden Institutionen", so Bachinger. Die ÖÄK hätte sich aber in der Vergangenheit immer wieder durch "Verharmlosung, Schönfärberei und Verleugnung dieser Problematik im Gesundheitswesen hervorgetan".

Projekt vereinnahmt, um es zu steuern?

Es dränge sich der Verdacht auf, dass das Projekt von der Standesvertretung der Ärzte "schlussendlich einvernahmt wurde, um es besser steuerbar zu machen". Die gesetzliche Interessenvertretung der Ärzte als alleinverantwortlicher Träger eines berufsgruppen- und sektorenübergreifenden Fehlermeldesystems erzeuge eine schiefe Optik.

Weiters sei es unvereinbar zu betrachten, dass zwar die Absender- Adresse anonymisiert werde, der Inhalt der Meldung mit allen personenbezogenen Daten aber von weisungsgebundenen Mitarbeitern unter Kontrolle der ÖAK bearbeitet werde.

Dezentrale Sammelstellen gefordert

Statt einer Sammelstelle im "big brother"- Stil bräuchte das Gesundheitswesen ganz andere Arbeitsabläufe, meint der Patientenanwalt. Er schlägt vor, Fehlermeldungen dezentral zu sammeln und auszuwerten. Damit hätten die Berichte vor allem dort Auswirkungen, wo die (Beinahe)- Fehler passiert sind, über den lokalen Bezug hinausgehende Meldungen könnten auch bundesweit ausgewertet werden.

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