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23.08.2017 - 10:11
Foto: Andi Schiel

Jahresbilanz nach Kooperation mit tschechischer Kripo

13.04.2010, 17:42
130 Straftaten sind geklärt, 20 Verbrecher in Haft und eine 44-köpfige Ostbande ist zerschlagen worden - das ist die Bilanz einer bilateralen Polizei-Kooperation zwischen Tschechien und der niederösterreichischen Exekutive im grenzüberschreitenden Kampf gegen Kriminaltouristen, die am Dienstag präsentiert wurde.

Sie tauchen in der Nacht auf, schlagen in der Dunkelheit zu und verschwinden über die offenen  Grenzen zurück in Richtung Osten. So fielen im Vorjahr Hunderte Einbrecher via Tschechien in Ostösterreich ein. Um diese Invasion von Kriminaltouristen zu stoppen, hat Österreich die grenzüberschreitende Fahndung verstärkt.

"Persönlich vernetzte Jagd nach Kleinkriminellen"

"Polizeispezialisten auf beiden Seiten arbeiten seit genau einem Jahr als Mikro- Teams, treffen einander in Drasenhofen und entwerfen neue Taktiken", so der Niederösterreichische Sicherheitsdirektor Franz Prucher. Der Kontakt besteht via Handy, E- Mail und Funk, die derart "persönlich vernetzte Jagd nach Kleinkriminellen" funktioniert mittlerweile im Blitztempo. Im Ernstfall sind Suchhunde oder Helikopter binnen Minuten am Tatort.

Auch Kirchen von Bande heimgesucht

Der jüngster Erfolg: Einem verhafteten Einbrecherduo, das im Wald- und Weinviertel auf Beutezug war, wurden dank tschechischer Polizeiinfos gleich 48 Einbrüche nachgewiesen. So wie dieses Duo waren auch die Mitglieder einer 44- köpfigen Bande unterwegs. Sie drangen nicht nur in Wohnungen und Häuser ein, sondern brachen überall dort ein, wo es etwas zu holen gab: Container, Lagerräume, Keller, Autos und sogar Kirchen. Mitgenommen wurde alles, was sich als schwarzmarkttauglich erwies – Schmuck, Küchengeräte bis hin zur Motorsäge.

von Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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