Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
21.09.2017 - 13:13
Foto: Krone-Grafik / Video: apa

Heer räumt in Endbericht schwere Fehler ein

07.02.2009, 17:28
Eine mangelhafte Benützungsordnung für den Truppenplatz, der nicht eingehaltene Sicherheitsabstand von 300 Metern zur Autobahn und das Versagen der Verantwortlichen: Das Bundesheer hat in der Causa um die tödliche Karambolage auf der A22 in seinem Endbericht sämtliche Vorwürfe eingestanden. Er könne einen kausalen Zusammenhang zwischen den Zündungen der Nebelhandgranaten und dem Unfall auf der A22 "nicht in Abrede stellen", sagte Generalmajor Kritsch am Freitag bei der Präsentation des Berichts. Klagen der Opfer bzw. ihrer Angehörigen steht somit nichts mehr im Wege.

Bei den Zündungen von insgesamt fünf Nebelhandgranaten auf dem Garnisonsübungsplatz unweit der A22 seien vorgeschriebene Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten worden, so Kritsch, Leiter der Gruppe Kontrolle im Verteidigungsministerium.

Den "kausalen Zusammenhang" festzustellen habe aber die zuständige Staatsanwaltschaft Korneuburg, so Kritsch. Dort werden laut Kritsch jetzt auch Ermittlungen gegen zwei Bundesheer- Angehörige wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung geführt. Ob es Einschüchterungen gegen Rekruten gegeben habe, sei noch nicht klar, so Christian Mayer, Leiter der Abteilung Disziplinar- und Beschwerdewesen im Verteidigungsministerium. Diesem Vorwurf gehe die parlamentarische Bundesheerbeschwerdekommission nach, ebenso jenem der unterlassenen Hilfeleistung.

Auch Anrainer des Übungsplatzes in Sorge

Indes melden sich immer mehr besorgte Anrainer aus Korneuburg zu Wort, die in der 300 Meter weiten Gefahrenzone rund um den Detonationsort leben, also zum Beispiel direkt hinter der Schallschutzwand der A22. "Denn es war ja nicht das erste Manöver hier. Immer wieder wurden Leuchtraketen abgefeuert, und es gab in der Nacht oft eine Explosion", so eine Nachbarin.

Hintergrund der Gesundheits- Sorge: "Nebelgranaten enthalten die ätzende Chemikalie Zinkchlorid, die in Extremfällen sogar tödliche Lungenentzündungen und Defekte des zentralen Nervensystems auslösen kann", zitiert "Die Presse" den renommierten Toxikologen Max Daunderer.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum