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22.08.2017 - 18:36
Foto: dpa/A3542 Karl-Josef Hildenbrand

Hat Ybbstal- Bahn nun doch eine Überlebenschance?

03.05.2010, 15:42
Den Kampf um den Erhalt der Ybbstalbahn haben die Ybbstal-Entwicklungsgenossenschaft (YEG) und die Initiative Probahn noch lange nicht aufgegeben - und nun auch Unterstützung erhalten: Der deutsche Bahnbetreiber Bayerische Oberlandbahn (BOB) hat dem Land in der vergangenen Woche ein Kaufangebot für die umstrittene, etwa 77 Kilometer lange Strecke gemacht. Im Büro des zuständigen Landesrates Johann Heuras hieß es, man habe das Angebot erhalten, und es werde geprüft.

Im Kaufangebot sei eine konkrete Summe genannt worden, die aber an etliche Rahmenbedingungen geknüpft sei, teilte Gerhard Stindl, Geschäftsführer der Niederösterreichischen Verkehrsorganisations- GmbH (NÖVOG), am Montag mit. Daher sei auch noch nicht absehbar, wie viel das Offert tatsächlich wert sei.

Schicksal galt als besiegelt

An sich ist das Schicksal der Ybbstalbahn besiegelt - den politischen Beschluss zur Einstellung gibt es schon seit Monaten. Sollte das Angebot finanziell interessant sein, wäre es aber aus Sicht des NÖVOG- Geschäftsführers möglich, dass man den Entschluss noch einmal überdenkt.

Zwei Drittel der Strecken waren schon stillgelegt

26 Bahnlinien hat das Land in der im Jänner getroffenen Grundsatzvereinbarung mit dem Bund und den ÖBB übernommen. Insgesamt geht es um 624 Kilometer, die bis Ende des Jahres in drei Tranchen an Niederösterreich übergeben werden. Rund zwei Drittel der Strecken waren bei der Übernahme bereits stillgelegt, laut Stindl 300 bis 350 Kilometer. Auf der Ybbstal- , der Donauufer- , der Mariazeller- , der Schneeberg- , der Thayatal- und der Waldviertler Schmalspurbahn sowie dem Reblaus Express gibt es zumindest noch eine teilweise Nutzung.

Für die übernommenen Bahnstrecken sucht das Land nun Kaufinteressenten. Konzepte gibt es bereits zum Teil, definitive Entscheidungen über Stilllegungen nicht, so Stindl. Angedacht sind sowohl zum Teil die verstärkte Nutzung für den Güterverkehr als auch für den touristischen Betrieb. Die mit 1. April ans Land übergebenen Bahnlinien waren bei der Übernahme bereits rechtlich geschlossen. Eine Wiederaufnahme ist hier nicht geplant.

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