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25.09.2017 - 03:21
Foto: APA/JOHANNES MARKOVSKY

Gebäudeteile aus dem 13. Jahrhundert entdeckt

23.07.2009, 17:27
Die Neugestaltung des Wiener Neustädter Domplatzes hat einen archäologischen Schatz ans Licht gebracht. Im Zuge der bis Ende November angesetzten Arbeiten wurden nun gut erhaltene Gebäudeteile (Spolien) vom Michaelskarner entdeckt, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammen. Der Fund könnte neue Erkenntnisse über die Stadtgeschichte bringen, heißt es in der Aussendung des Magistrats.

Um den Grundriss des gotischen Gebäudes festlegen zu können, wurde mit Experten des Bundesdenkmalamtes eine Vermessung mittels Georadar vereinbart. Die Kosten dafür würden bei einem Bruchteil jener Summe liegen, die man für eine Grabung von ein bis zwei Monaten veranschlagen müsste. Eine geophysikalische Untersuchung sei überdies eine ausgezeichnete Basis für eine Dokumentation, die man an der Stelle des Karners in der Grünfläche aufstellen kann - im Idealfall unter Einbindung der gesicherten Spolien.

Touristischer Anziehungspunkt?

"Damit könnte der Öffentlichkeit die historische Substanz der mittelalterlichen Stadt präsentiert werden, was zu einem ähnlichen touristischen  Anziehungspunkt werden könnte wie am Wiener Michaelerplatz", meinte Stadtmuseumsleiterin Eveline Klein.

Wegen des Fundes wird inzwischen an anderen Stellen weiter gearbeitet. Einige Spolien werden vorübergehend am Bauhof gelagert.

Geschichte

Zur Baugeschichte des gotischen Karners wurde erläutert, dass später eine Kapelle und ein rechteckiges gotisches Langhaus angefügt wurden, Anfang des 15. Jahrhunderts folgte eine Friedhofsmauer. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Terrain am Domplatz mehrmals aufgeschüttet. Der Friedhof wurde unter Joseph II. 1781 aufgelöst und die Kirche 1802 profaniert. Danach fand das Gebäude als Getreidemagazin und Depot für Feuerlöschrequisiten Verwendung. 1848 erfolgte der Umbau in eine Wohnung, 1870 wurde der ehemalige Karner auf Grund des zunehmenden Verkehrs am Domplatz abgerissen.

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