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22.08.2017 - 09:21
Foto: FF Klosterneuburg

Frau im Rollstuhl stirbt bei Brand bei St. Pölten

21.06.2010, 17:58
Etliche Brände in Wohnhäusern haben die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Sonntag und Montag auf Trab gehalten. Bei einem Feuer in St. Pölten-Ratzersdorf starb eine Frau im Rollstuhl auf tragische Weise – die Polizei vermutet Selbstmord. Wohnungsbesitzer in Kritzendorf (Bild) und in Gaaden kamen glimpflicher – jedoch mit enormen Sachschaden – davon.

Das Feuer in Ratzersdorf dürfte durch die Explosion einer Gaskartusche ausgelöst worden sein.Der Lebensgefährte der Frau hatte bei seiner Heimkehr den Brand bemerkt und Alarm geschlagen. Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und des Samariterbundes eilten umgehend an den Unglücksort im Norden St. Pöltens. Für die 46- Jährige im Rollstuhl kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Das Landeskriminalamt nahm die Ermittlungen auf. Die Einvernahmen würden auf Selbstmord hinweisen, so ein Kriminalist. Die Frau hätte das Haus überdies verlassen müssen. Fremdverschulden werde ausgeschlossen. In dem Haus seien außerdem drei Propangasflaschen gefunden und von der Feuerwehr geborgen worden, teilte ein Ermittler mit. 

Hausbesitzer in Kritzendorf offenbar vom Pech verfolgt

Eine Familie mit einem Wohnsitz in der Gemeinde Klosterneuburg scheint das Pech regelrecht zu verfolgen. Vor wenigen Wochen war ihr Grundstück von Hochwasser überflutet worden, am Sonntagabend wurde ihr Sommerhaus im Strombad Kritzendorf (Bezirk Wien- Umgebung) durch einen Brand vernichtet. Drei Feuerwehren mit 75 Mann konnten jedoch ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Nachbarobjekte verhindern.

Verletzt wurde niemand, es ist Feuerwehrangaben zufolge allerdings ein beträchtlicher Schaden entstanden. Eine Erstmeldung, wonach sich noch Menschen im Haus befunden haben sollten, hatte sich zum Glück nicht bewahrheitet. Zwei Atemschutztrupps, die in das brennende und völlig verqualmte Objekt vorgedrungen waren, gaben rasch Entwarnung. Bei der Bekämpfung der Flammen mussten auch Teile des Daches geöffnet werden. Erst nach etwa zwei Stunden hieß es "Brand aus".


Besitzer eilten von Wien zu brennenden Haus

Die Untersuchungen zur Klärung der Brandursache wurden am Montag aufgenommen. Die leidgeprüften Besitzer des Sommerhauses, die sich in ihrer Wohnung in Wien aufgehalten hatten, trafen noch während der Löscharbeiten bei ihrem brennenden Zweitwohnsitz ein. Erst vor wenigen Wochen war ihr Grundstück vom Hochwasser betroffen.

Extrem schwieriger Löscheinsatz im Bezirk Mödling

Am Montagvormittag fing ein Einfamilienhaus in Gaaden im Bezirk Mödling Feuer (Bilder sieht Infobox). Wegen der dichten Rauchschwaden gestaltete sich die Suche nach dem Feuer schwierig. Damit aber nicht genug: Da die Holztreppe zum Raub der Flammen wurde, konnten die Einsatzkräfte nicht von innen zum Brandherd im oberen Stockwerk vordringen.

Auch die exponierte Lage des Gebäudes war nicht gerade ideal für die Einsatzkräfte - die Florianis mussten eine mehrere Meter lange Zubringleitung bergauf legen, bevor mit dem Löscheinsatz begonnen werden konnte. Kurz darauf konnte die Feuerwehr den Außenangriff an drei verschiedenen Stellen starten. Über Steckleitern gelangten die Helfer auf das Dach, welches zur Brandbekämpfung teilweise geöffnet werden musste. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf das gesamte obere Stockwerk samt Dachstuhl ausgebreitet. Erst nach einer Stunde Einsatz konnten die Flammen schließlich eingedämmt werden.

Um alle Glutnester ablöschen zu können, musste der Dachstuhl mit einer Motorkettensäge und einem Einreißhaken noch weiter geöffnet werden. Nach über fünf Stunden konnten die 24 Einsatzkräfte schließlich wieder einrücken.

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