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22.08.2017 - 10:13
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Erwin Pröll (VP) gibt klares Bekenntnis zu Föderalismus ab

16.11.2009, 15:16
Erwin Pröll hat sich am Sonntagabend im Rahmen der Feierlichkeiten zum Landesfeiertag (Hl. Leopold) in Grafenegg klar zum österreichischen Föderalismus bekannt: Man dürfe die Selbstbestimmung der Länder nicht beschneiden, "denn wir brauchen akzeptierte Strukturen", lautete die unmissverständliche Botschaft des Landeshautpmanns an alle Systemkritiker.

"Nicht aus oberflächlicher Folklore, sondern aus tiefer Überzeugung" bekannte sich Pröll beim Festakt im Auditorium von Schloss Grafenegg auch zum Landesfeiertag. Dieser solle der Rückschau, vor allem aber dem Nachdenken über Gegenwart und Zukunft dienen.

"Wir müssen über uns hinauswachsen"

In den Mittelpunkt seiner Betrachtungen vor zahlreichen Gästen aus Kirche, Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft und Medien stellte Pröll den Begriff des Wachstums: "Das Gefühl, an Grenzen zu stoßen, muss bedeuten: Wir müssen wachsen, über uns hinauswachsen." Gerade jetzt, wenn sich laut Pröll die Nebel der wirtschaftlich schwierigen Zeiten langsam zu lichten beginnen, gelte es, die Chancen für die Zukunft schneller zu erkennen, wobei diese Chancen auch für die Schwächeren bestehen müssten.

Den musikalischen Teil des Abends absolvierte das Tonkünstler- Orchester Niederösterreich unter der Leitung seines Chefdirigenten Andres Orozco- Estrada. Angelika Kirchschlager sang - wiewohl sichtlich erkältet - mit großer Delikatesse den Liederzyklus "Les nuits d'été" von Hector Berlioz nach Gedichten von Theophile Gautier und ließ damit vergangene düster- schwüle Sommernächte effektvoll nachklingen.

Werner Schneyder las eine Erzählung, dann ging es auf leichteren Schwingen ins Land der Zitronen: Felix Mendelssohn- Bartholdys "Italienische" verlieh dem Abend noch einen mediterranen Touch, ehe Kirchschlager mit zwei Zugaben endgültig das Publikum eroberte - mit der Habanera aus "Carmen" und der Arie des Fürsten Orlofsky aus der Fledermaus ("Ich lade gern mir Gäste ein"). Sinniger war das Programm nicht zu beschließen.

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