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23.09.2017 - 03:02
Foto: APA/STRINGER

Brüderpärchen soll 14 Banken seit 2005 überfallen haben

07.05.2010, 12:16
Den beiden mutmaßlichen Serienbankräubern, die Anfang Dezember des Vorjahres nach einem Überfall auf eine Bank in Blindenmarkt (Bezirk Melk) geschnappt worden sind, werden insgesamt 14 Überfälle in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark mit einer Beute von rund 1,2 Millionen Euro vorgeworfen. Das ergaben die nunmehr abgeschlossenen Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Bei dem Überfall am 4. Dezember war es zu einem Schusswechsel mit dem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gekommen – einer der Verdächtigen erlitt dabei einen Oberkörperdurchschuss. Kurz danach wurden die zwei Brüder, ein heute 25- und ein 27- Jähriger, auf einem Autobahnparkplatz festgenommen. Sie gaben zunächst neben dem Überfall in Blindenmarkt noch neun andere Delikte zu, später widerriefen sie diese Geständnisse aber wieder.

Die Polizei wirft ihnen nunmehr folgende Überfälle vor:

  • Postamt in Linz am 16. Dezember 2005
  • Bank in Linz am 7. Juli 2006 und am 20. Dezember 2007
  • Postamt in Linz am 21. November 2006 und am 6. November 2007
  • Bank in Allhaming im Bezirk Linz- Land am 19. November 2007 und am 17. November 2008
  • Bank in Erlauf im Bezirk Melk am 14. Dezember 2007
  • Bank in Oberwang im Bezirk Vöcklabruck am 21. November 2008
  • Bank in Blindenmarkt am 28. November und am 4. Dezember 2009
  • Geldinstitut in Nestelbach bei Graz am 5. Dezember 2008
  • Geldinstitut in Sebersdorf in der Oststeiermark am 12. Dezember 2008
  • Bank in Leonding im Bezirk Linz- Land am 18. Dezember.

Die Überfälle sollen sie teilweise mit einer echten Schusswaffe und teilweise mit einer Softgun verübt haben. Die Kriminalpolizei fand zudem heraus, dass die Brüder ein Schließfach angemietet hatten; dieses wurde nun auf Anweisung der Staatsanwaltschaft St. Pölten geöffnet – es befanden sich rund 260.000 Euro, verfälschte slowakische Dokumente und eine Maschinenpistole darin. Weitere 10.000 Euro wurden in einem Mietwagen der Verdächtigen gefunden.

Halbbruder ebenfalls unter Tatverdacht

Die Ermittler forschten zudem einen 45- jährigen Halbbruder der beiden mutmaßlichen Räuber aus, der seit Oktober 2008 in Frankfurt am Main in Deutschland eine Strafe wegen Suchtmittelankaufs verbüßt – ihm wird Mittäterschaft vorgeworfen. Er wurde inzwischen nach Österreich überstellt und soll ein Geständnis abgelegt haben. Das bei den Überfällen erbeutete Geld verwendeten die Verdächtigen offenbar für ihren Lebensunterhalt – Teile des Jahres verbrachten sie in Thailand. Zurzeit sitzen alle drei in der Justizanstalt St. Pölten in Untersuchungshaft.

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