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17.08.2017 - 15:31
Foto: Klaus Kreuzer

Breite Front gegen Steinbruch in Steinegg

15.04.2010, 08:00
Riesenwirbel um einen Steinbruch im Waldviertel - die umstrittene Anlage ist in Steinegg, Bezirk Horn, geplant. Viele Anrainer befürchten Ärger durch Lärm und Gefahren für die Umwelt. Zudem soll bei den Genehmigungsverfahren einiges nicht korrekt ablaufen. Das weisen die Betreiber zurück: „Alles ist rechtskonform.“

Schwere Geschütze fahren die Anrainer („Der ganze Ort ist gegen das Projekt“) auf. Das Vorhaben werde als Wiederaufnahme eines alten Abbaus dargestellt. Da sei aber ein weiter unten gelegener – bereits bestehender – Steinbruch gemeint. Die völlig neue Anlage, um die es eigentlich gehe, liege aber in einem so genannten Natura- 2000- Gebiet.

Gegner orten Tricks bei Einreichung des Projekts

„Zwei Biotope befinden sich dort, außerdem lebt hier der geschützte Kammmolch.“ Viele Steinegger vermuten „Packelei“ zwischen Behörden und Betreiber, die das Vorhaben einfach durchbringen wollen. Noch sind zwei Verfahren ausständig. Und auch hier orten die Gegner Tricks: „Es wurden unterschiedliche Varianten für den Granulit- Abbau eingereicht. Einmal eine leichtere, und eine wesentlich schwerere.“

Bei der Behörde wird dazu betont: „Wenn eine Bewilligung erteilt wird, dann nur für die Phase 1, die geringere Bohrungen zulässt“, erklärt Gerlinde Draxler, Stellvertreterin des Bezirkshauptmannes. Peter Sander, Anwalt der Betreiber- Firma, meint: „Es wird nicht getrickst. Eine Erweiterung in zwei Stufen ist vorgesehen. Dazu sind unterschiedliche Ansuchen nötig.“ Was die Differenzen in der Grundstücksfrage betrifft, so sei ein Betrieb der Gesamtanlage das Ziel. „Für den bestehenden Steinbruch gibt es ja bereits eine Genehmigung. Wir wollen aber auch die neue Fläche in unser Konzept einbeziehen.“

von Gernot Buchegger, Kronen Zeitung
Symbolbild

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