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19.08.2017 - 02:17
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

'Augustin' gefälscht und in NÖ verkauft: 5 Slowaken gefasst

27.09.2011, 15:28
Eine fünfköpfige mutmaßliche Fälscherbande ist der Polizei in Ebreichsdorf im Bezirk Baden in Niederösterreich ins Netz gegangen. Die Slowaken sollen in ihrer Heimat die Straßenzeitung "Augustin" gefälscht und sie in Österreich mit falschen Ausweisen verkauft haben, so eine Sprecherin der Sicherheitsdirektion Niederösterreich im Gespräch mit krone.at.

Die fünf Brüder sollen die falschen "Augustin"- Exemplare an gutgläubige Passanten verkauft haben - einer der mutmaßlichen Betrüger soll sogar bei der Straßenzeitung registriert gewesen sein. Dieser habe einige Zeitungen selbst gekauft und schließlich in der Heimat nachmachen lassen.

Der Fall sei der Exekutive seit Mitte August bekannt, aufgeflogen sei der Betrug schließlich durch den Hinweis eines Passanten. Die Ermittlungen würden derzeit noch laufen, eine Anzeige wegen Verletzung des Urheberrechts sei wahrscheinlich.

"Schwerwiegende Auswirkungen" befürchtet

Am Mittwoch nahm der Herausgeberverein der Wiener Straßenzeitung zu dem Fall Stellung: Man befürchte "schwerwiegende Auswirkungen auf unser Sozial- und Medienprojekt im Fall einer Kontinuität oder Dynamik dieser irregulären Auflagensteigerung", hieß es. Zugleich sehe man darin aber eine Bestätigung für das "hohe Image" des Blattes.

Man sei dabei, mögliche juristische Reaktionen gegen die Fälschung des Blatts mit Rechtsanwälten zu besprechen. An die Kolporteure, die die Zeitung im Wiener Büro um 1,25 Euro das Stück erwerben müssen, appellierte man, solche Parallelentwicklungen nicht zu unterstützen.

Urheberrechtsverletzung zeigt "'Brauchbarkeit' des Augustin"

In gewisser Hinsicht sehen die Herausgeber das Fälschen des Blattes aber auch als Erfolg: "Nur eine soziale Marke, die ein hohes Image besitzt, verlockt zu Übertretungen des Urheberrechts", wurde erläutert. Dass wie kolportiert zahlreiche Menschen von den Einnahmen aus dem Verkauf der nachgemachten Zeitung lebten, zeige "die 'Brauchbarkeit' des Augustin in einem Maß, wie es zur Zeit der Gründung vor 16 Jahren nicht einmal in Form utopischer Fantasien antizipiert hätte werden können".

27.09.2011, 15:28
AG/red
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