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19.09.2017 - 18:09
Foto: APA/Herbert P. Oczeret

3.000 Anhänger lauschten Straches Rede in Vösendorf

22.01.2011, 18:04
Mit einem Rundumschlag gegen die Regierung sowie dem Anspruch, Nummer eins in Österreich zu werden, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beim traditionellen Neujahrstreffen seine Anhänger verzückt. Er verteidigte in der überfüllten "Pyramide" in Vösendorf sein außenpolitisches Engagement, wetterte gegen den Islamismus und die Türkei, sowie gegen Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).

Bereits Stunden vor Straches Auftritt, der ausgerechnet am 100. Geburtstag des SP- Altkanzlers Bruno Kreisky stattfand, wurde in der mit Palmen geschmückten Halle in großem Maße Bier konsumiert. Rot- weiß- rote Fähnchen sorgten für patriotische Stimmung, ebenso die "John Otti Band", die alle im Saal anwies: "Die Fahnen höher!"

"Wir haben alle die Verantwortung, unser Heimatland Österreich zu retten", begann Strache seine rund eineinhalbstündige Rede. Er führte gleich an, worum es dabei gehe: "Verantwortung, dafür zu sorgen, als Österreichische Bevölkerung die Mehrheitsbevölkerung zu bleiben und dass unsere Kinder nicht zur Minderheit werden."

"Demut ist gefragt"

"Wir wollen nicht Dritter bleiben, wir wollen Zweiter und auch Erster werden", so Strache vor mehr als 3.000 Anhängern, die er auch gleich davor warnte, überheblich zu werden: "Demut ist gefragt." Zudem dürfe man nicht so werden, "wie die anderen Parteien sind".

In Straches Koalitions- Sündenregister befanden sich etwa der Euro- Rettungsschirm, die Arbeitslosenrate, die "Mindestsicherung für Sozialschmarotzer" sowie das Sparpaket. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) seien "zwei Seiten derselben falschen Münze", die FPÖ müsse so stark werden, dass SPÖ und ÖVP unter die 50- Prozent- Marke zu liegen kommen. Laut einer aktuellen Umfrage liegt die FPÖ ja knapp gleichauf mit den beiden Regierungsparteien.

Freiwilligkeit ein "utopisches, links- linkes Modell"

Auch Verteidigungsminister Norbert Darabos bekam wegen seiner geplanten Heeresreform erneut sein Fett ab. Die Wehrpflicht abzuschaffen bedeute, die Neutralität endgültig zu Grabe zu tragen und einen NATO- Beitritt. Die angestrebte Freiwilligkeit sei ein "utopisches, links- linkes Modell", Darabos selbst eine "dramatische Fehlbesetzung und Gefährdung für unser Land".

Sein neu entdecktes Auslandsengagement verteidigte der FPÖ- Chef vor seinen Anhängern. "Die Anerkennung des Existenzrechts Israels und die Ablehnung von Antisemitismus bedeutet nicht, alles in dieser Region kritiklos hinzunehmen."

"Champagner sollen die anderen trinken..."

Beinahe Lobeshymnen sang Strache auf Kreisky, der sicher nicht alles richtig gemacht, allerdings für die Österreicher gearbeitet hatte. "In diesem Willen zum Gestalten kann und soll Kreisky auch uns Freiheitlichen sehr wohl ein Vorbild sein." Zudem habe der Altkanzler keine Ausgrenzung gegenüber der FPÖ gelebt, bei der derzeitigen Politik seiner Partei würde er sich "im Grabe umdrehen".

Den lautesten Applaus beim FPÖ- Neujahrstreffen kassierte Strache übrigens, als er seine Volksnähe demonstrierte und den Neujahrsempfang der Bundesregierung kritisierte: "Champagner sollen die anderen trinken, wir bleiben bodenständig und trinken mit den Bürgern gemeinsam einen weißen Spritzer oder ein Bier." Am Abend lud Strache noch zu einem Clubbing mit DJ David Morales in die "Pyramide".

Auch Freiheitliche in Kärnten (FPK) waren angereist

Neben Strache auf dem Programm standen weiters Reden der niederösterreichischen FPÖ- Obfrau und gescheiterten Präsidentschafts- Kandidatin Barbara Rosenkranz sowie von Generalsekretär Harald Vilimsky.

Auch eine Delegation der erst vor einem Jahr zur FPÖ gestoßenen Freiheitlichen in Kärnten (FPK) war angereist, um Strache auf Transparenten zu begrüßen. Die eigens dafür in Beschlag genommene Seitenbühne mussten die Kärntner allerdings bald räumen und sich auf dasselbe Niveau der restlichen FPÖ- Anhänger begeben.


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