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22.08.2017 - 22:29
Foto: Feuerwehr Petronell-Carnuntum

29- jähriger Mann bei Gasexplosion schwer verletzt

24.05.2010, 19:00
Weil ein Niederösterreicher in der Übergangszeit bei der Ölheizung sparen wollte, wurde er eine Woche vor seinem 29. Geburtstag zur lebenden Fackel: Die Zuleitung seines behelfsmäßigen Gasofens war defekt, das Haus in Petronell-Carnuntum explodierte. Die Detonation riss die Außenwand weg, der junge Mann wurde lebensgefährlich verletzt.

Die für die Jahreszeit viel zu kühlen Temperaturen ließen auch den Sicherheitsangestellten vom Flugfhafen Wien- Schwechat nicht kalt. Um in dem von seinen Eltern geerbten Häuschen in Petronell- Carnuntum für wohlige Wärme zu sorgen, ohne gleich das Heizungsbudget zu sehr zu belasten, stellte der Junggeselle einen gasbetriebenen Ofen im Schlafzimmer auf, statt die Ölheizung aufzudrehen. Doch aufgrund einer defekten Zuleitung strömte das Propangas unkontrolliert in den Räumen aus – und es kam zu der Katastrophe.

„Als ob eine Rakete eingeschlagen hätte“

Sonntag gegen vier Uhr in der Früh erschütterte eine Explosion, als ginge eine Bombe hoch, die malerische Gemeinde an der Grenze zur Slowakei. Ganze Mauerteile, Fensterscheiben und Kästen flogen wie von einer Riesenfaust getroffen durch die Luft. Die Wucht der Detonation riss die halbe Außenwand weg und ließ auch im Inneren kaum einen Stein auf dem anderen. Wie durch ein Wunder überlebte der 29- Jährige den nächtlichen Horror. Er taumelte, von Feuer und Splittern schwer gezeichnet, noch mit letzter Kraft auf die Straße zu einem Nachbarn. „Der hat richtig reagiert, den Schwerverletzten in eine mit kaltem Wasser gefüllte Wanne gebettet und die Feuerwehr alarmiert“, so ein Zeuge. Als die Helfer eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Schreckens. „Das Haus hat ausgeschaut, als ob eine Rakete eingeschlagen hätte“, schildert ein entsetzter Anrainer.

Andreas L. wurde zunächst in eine Spezialklinik für Verbrennungsopfer nach Linz gebracht. Nach mehreren Notoperationen wurde der 29- Jährige Montag nach Wien überstellt. Während die Ärzte um das Leben des Mannes kämpfen, bangt sein älterer Bruder Gerd vor der Intensivstation. Indes stellten die Ermittler den Gasofen sicher. Fremdverschulden ausgeschlossen.

von Florian Hitz und Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
Bild: Freiwillige Feuerwehr Petronell- Carnuntum

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