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22.08.2017 - 18:33
Foto: dpa/dpa-Zentralbild/Z5025 Peter Förster

152 Verdächtige im Visier der Polizei

13.03.2009, 15:51
Nach monatelangen Recherchen ist jetzt ein internationales Kinderporno-Netz vom Bundeskriminalamt gesprengt worden. Weltweit flogen mehrere Tausend Verdächtige auf, allein in Österreich waren es 935. Neben Wien und der Steiermark wurden auch in Niederösterreich 152 Konsumenten von kinderpornografischem Material ausgeforscht. Die Ermittlungen laufen noch.

Ausgehend von einer kroatischen Internetseite ist den heimischen Behörden der bisher größte Schlag gegen Kinderpornografie gelungen. 189 Männern in Österreich wurde im Zuge der Operation "Sledgehammer" der Besitz oder die Weitergabe von obszönen Aufnahmen nachgewiesen, so das Bundeskriminalamt bei einer Pressekonferenz am Freitag. Das Material zeigte fünf- bis zwölfjährige Kinder aus den USA und Paraguy. Die Verdächtigen stammen aus allen Bundesländern und wurden angezeigt. Gegen 97 Personen wird noch ermittelt, die Auswertung der Datenträger ist noch nicht abgeschlossen.

152 Verdächtige allein in Niederösterreich

Fast ein Drittel der Beschuldigten stammt aus Wien, wo an die hundert Hausdursuchungen durchgeführt und rund 14.000 Computer, Disketten und Festplatten sichergestellt wurden. Sehr viele mutmaßliche Konsumenten sollen aber auch aus der Steiermark und Niederösterreich stammen. Wie der Leiter der Sicherheitsdirektion Niederösterreich, Franz Wendler, gegenüber Krone.at berichtete, seien derzeit 152 Akte zu prüfen.

"Wie in Gesamtösterreich zieht sich der Faden quer durch alle sozialen Schichten und Altersgruppen - vom Jugendlichen bis zum Pensionisten", so Wendler. Politiker und Anwälte würden nach ersten Erkenntnissen - im Vergleich zu anderen Bundesländern - jedoch nicht unter Verdacht stehen. Insgesamt rechnet Wendler damit, dass schlussendlich nur gegen 40 bis 50 Personen gerichtliche Schritte eingeleitet werden.

Großteil der Verfahren musste eingestellt werden

Auf Bundesebene wurden bei den seit Jänner 2008 laufenden Erhebungen 935 verdächtige Österreicher identifiziert, 25 davon konnten nicht mehr ausgeforscht werden. Gegen den Großteil - 624 Männer - musste das Verfahren eingestellt werden, da sie das Material im Internet angesehen, jedoch nicht heruntergeladen hatten, erklärte der Ermittlungsleiter. "Sie machten auch gar keinen Hehl daraus." Laut der noch geltenden Gesetzeslage ist das bloße Ansehen von Videos jedoch nicht strafbar (zur diesbezüglichen künftigen Regelung siehe Story in der Infobox).

Erste Hinweise gab es bereits 2007

Entdeckt wurde der Kinderpornografie- Ring von den kroatischen Behörden bereits Ende 2007. Eine Homepage zeigte 99 aus Estland heruntergeladene Kinderpornografie- Fotos. 16 davon gehörten zu einer Aufnahmeserie aus den USA und Paraguy, die neun bis zwölf- jährigen Opfer konnten identifiziert werden. Ein noch unbekanntes Mädchen dürfte erst fünf bzw. sechs Jahre alt sein.

Bei einer Überwachung der Homepage wurden innerhalb von drei Tagen zwölf Millionen Besuche gezählt, die 144.285 IP- Adressen in 170 Ländern zugeordnet werden konnten. Im Jänner 2008 wurde Österreich von der Interpol über die dabei knapp 1.000 ausgeforschten Internetnutzern in der Alpenrepublik informiert.

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