Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.04.2017 - 09:41
Gesucht! Diese Männer gaben sich als Polizisten aus und verschafften sich Zugang zu einer Wohnung.
Foto: APA/LPD WIEN

Wien: Falsche Polizisten entpuppen sich als Räuber

17.01.2017, 12:52

Zwei Männer haben sich bei Überfällen in Wien als Polizisten ausgegeben. Bei einem Coup im Bezirk Mariahilf erbeuteten sie Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro. Mindestens zwei Opfer sind bekannt. Am Dienstag veröffentlichte die Polizei Fotos der beiden Verdächtigen, weitere Opfer werden gebeten, sich bei der Exekutive zu melden.

Am 25. November läutete das Duo gegen 16.45 Uhr an der Wohnungstür eines Mehrparteienhauses in der Linken Wienzeile. Als sie bemerkten, dass jemand hinter der Tür stand, forderten sie mehrfach mit den Worten "Polizei, öffnen Sie die Tür" Einlass in die Wohnung.

Eine stark sehbehinderte Mieterin machte schließlich auf und wurde sofort von den beiden Männern zurück in das Vorzimmer gedrängt. Einer der beiden Männer trug eine Baseballkappe mit der Aufschrift "Polizei". Die Täter fragten nach einem Safe, hielten der 52- Jährigen Handschellen vor das Gesicht und drohten, sie "festzunehmen". Vehement verlangten sie, dass die Frau den Tresor öffnet, was das eingeschüchterte Opfer schließlich auch tat.

Foto: thinkstockphotos.de

Einer der Verdächtigen lenkte die Frau dann mit einer "Passkontrolle" ab, während sein Komplize die Wertsachen aus dem Safe räumte. Das Duo flüchtete mit der Beute, das Opfer blieb unverletzt.

Duo scheitert an resoluter Wohnungsinhaberin

Am 13. Dezember versuchten die Männer im Bezirk Favoriten, sich nach dem gleichen Modus Operandi Zutritt zu einer Wohnung zu verschaffen. "Hier war die Wohnungsbesitzerin resolut, hat sich nicht zurückdrängen lassen, sofort wieder die Wohnungstür zugemacht und die Polizei verständigt", berichtete Polizeisprecher Thomas Keiblinger. Bei dieser Tat konnten die Fotos aus einer Überwachungskamera gesichert werden.

Hinweise zur Identität der Männer oder zu ihrem Aufenthaltsort - auch anonym - nimmt das Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/31310 DW 43222 entgegen. Auch weitere Opfer sollen sich dort melden. 

Immer Dienstausweis verlangen

Die Polizei riet in diesem Zusammenhang dazu, Fremden gegenüber vorsichtig zu sein und diese niemals in die Wohnung zu lassen. Von Amtspersonen sollte immer ein Dienstausweis verlangt werden, diese Forderung schreckt potenzielle Täter oftmals auch ab. Bei geplanten Terminen mit Beamten von Behörden sollte immer eine weitere Person anwesend sein. Derartige Besuche kommen nie überraschend, Behörden melden ihre Besuche schriftlich an. Ein entschiedenes Nein, energisches Wegweisen oder ein lauter Hilfeschrei können laut Exekutive Straftaten verhindern. Bei verdächtigen Anrufen soll sofort die Polizei verständigt werden, Bürger sollen auf ihr Bauchgefühl vertrauen.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum