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11.12.2016 - 10:10
Foto: AP

Verdächtiger schoss vor Festnahme auf Polizisten

20.09.2016, 06:37

Zwei Tage nach dem Bombenanschlag von New York mit 29 Verletzten hat die US- Polizei offenbar den Tatverdächtigen gefasst. Es handelt sich um den 28- jährigen, aus Afghanistan stammenden US- Bürger Ahmad Khan Rahami. Er habe sich Medienberichten zufolge am Montag im Bundesstaat New Jersey eine Schießerei mit der Polizei geliefert, bevor er verletzt und festgenommen wurde. Kurios: Rahami sei gefasst worden, nachdem ein Hinweis bei der Polizei auf einen vor einer Bar schlafenden Mann eingegangen sei.

Als ein Polizist den Gesuchten geweckt habe, habe dieser eine Waffe gezückt und gefeuert, berichtete der Sender NBC News. Glücklicherweise sei der Beamte durch eine kugelsichere Weste geschützt gewesen. Rahami sei verletzt und ins Krankenhaus abtransportiert worden. Die Staatsanwaltschaft erhob am Montagabend Anklage wegen fünffachen Mordversuchs. Im Zusammenhang mit dem Anschlag in New York und den anderen Sprengsätzen steht eine Anklage noch aus.

Bilder zeigen den Abtransport des verletzten Rahami:

Foto: AP
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Montagfrüh hatte die Polizei ein Foto des Mannes veröffentlicht und die Bevölkerung gewarnt, Rahami sei womöglich "bewaffnet und gefährlich". Wenige Stunden danach vermeldeten mehrere Medien dann die Festnahme.

Mehrere Sprengsätze gefunden

Bei dem Bombenanschlag waren am Samstag in New York 29 Menschen verletzt worden. Wenige Stunden vor dem Anschlag im Ausgehviertel Chelsea war im benachbarten New Jersey eine Rohrbombe an der Strecke eines Wettlaufs explodiert, drei weitere Sprengsätze wurden in der Nähe gefunden. Am Sonntagabend wurde dann am Bahnhof der Stadt Elizabeth in New Jersey ein Rucksack mit mehreren Sprengsätzen entdeckt.

Laut US- Medienberichten handelt es sich bei Rahami mutmaßlich um den Mann, der auf Überwachungsvideos aus Chelsea zu sehen ist. Laut CNN zeigen die Videos einen Mann, der sich sowohl in der Nähe des Anschlagsorts als auch am Fundort einer zweiten, nicht detonierten Bombe aufhielt.

Foto: twitter.com, APA/AFP/Bryan R. Smith
Foto: APA/AFP/Getty Images/Spencer Platt
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/SPENCER PLATT

Fingerabdrücke auf Schnellkochtopf hinterlassen

Genau dieser nicht detonierte Sprengsatz dürfte dem 28- Jährigen zum Verhängnis geworden sein. Auf dem Schnellkochtopf, in dem sich Kabel befunden hatten, fanden Ermittler die Fingerabdrücke des in Afghanistan geborenen US- Amerikaners. Er lebt seit 1995 mit seiner Familie in den Vereinigten Staaten. Es gibt laut Medienbereichten keinen Hinweis darauf, dass Rahami ein Terrorcamp besucht hat. Polizeibekannt soll der mutmaßliche Bombenleger allerdings bereits vor dem Wochenende gewesen sein: 2014 war er drei Monate in Haft gewesen, weil er einem Verwandten ein Messer ins Bein gerammt haben soll.

Gouverneur: "Die Bedrohung ist beseitigt"

Ein Vertreter der New Yorker Polizei sagte, zum Motiv des Mannes gebe es noch keine Erkenntnisse. Bürgermeister Bill de Blasio erklärte: "Wir haben jeden Grund, davon auszugehen, dass dies ein Terrorakt war." Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, sagte aber, dass es sich laut ersten Ermittlungen um einen Einzeltäter handle. "Wir glauben, dass die Bedrohung beseitigt ist", so Cuomo.

Das Video zeigt einen Bombenroboter in der Nähe des detonierten Sprengsatzes:

Zu den Anschlägen in New York und New Jersey bekannte sich zunächst niemand - ganz im Gegensatz zu einem Messerattentat im Mittelweststaat Minnesota vom Wochenende, für das die Terrormiliz IS die Verantwortung übernahm. Bei diesem Angriff in einem Einkaufszentrum in der Stadt St. Cloud hatte der Täter neun Menschen verletzt, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde.

Obama: "Gebt nicht der Furcht nach"

US- Präsident Barack Obama appellierte an seine Landsleute, "nicht der Furcht nachzugeben". Die Urheber der Anschläge wollten die Werte des Landes untergraben, sagte Obama in New York, wo er am Dienstag an der UN- Generaldebatte teilnimmt. Nach den Anschlägen wurden in der Millionenmetropole die Sicherheitsvorkehrungen durch die Entsendung von rund 1000 zusätzlichen Polizisten und Nationalgardisten massiv verschärft.

20.09.2016, 06:37
red/AG
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