Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
27.02.2017 - 04:14
Foto: AFP/MACDOUGALL

Verdächtiger Pakistaner: "Wollte U- Bahn erwischen"

23.12.2016, 18:02

Alles nur, weil er zu schnell über eine Straße rannte: Am Montagabend galt Navid B. als Tatverdächtiger des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz. Schon bald kamen aber Zweifel daran auf, ob der 23- Jährige wirklich mit der Tat in Verbindung steht. Nach 20 Stunden in Polizeigewahrsam wurde er am Dienstag wieder freigelassen. Am Donnerstagnachmittag bekam der pakistanische Asylbewerber sein Handy zurück und erzählt jetzt, wie es zu seiner Festnahme kam.

"Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U- Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren", sagte Navid B. der "Welt am Sonntag". Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen.

Der Berliner Weihnachtsmarkt nach dem verheerenden Anschlag
Foto: AFP/ODD ANDERSEN
Foto: krone.tv/Manuel Hammelsbeck

"Dabei musste ich eine Straße überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen." Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten. "Sie fragten mich, warum ich renne, und ich sagte ihnen, es war wegen der Autos. Dann kam meine U- Bahn, aber sie haben mich weiter festgehalten."

Das zerstörte Führerhaus des Berliner Terror-Lkws
Foto: APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ

Er habe dann abgestritten, etwas mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu tun zu haben. "Sie fragten mich, ob ich den Anschlag mit dem Laster verübt hätte, aber ich sagte ihnen, dass ich unschuldig bin. Ich habe nichts gemacht", so der 23- Jährige.

Foto: APA/AFP/Odd Andersen

Er sei aber bis Dienstag in Gewahrsam gehalten worden. "Danach schickten sie mich in ein Hotel. Anschließend wurde ich in eine andere Flüchtlingsunterkunft gebracht, aber ich weiß nicht, wo sie sich befindet", sagte der Asylbewerber, der nach eigener Aussage vor einem Jahr nach Deutschland gekommen war.

Berlin- Attentäter in Mailand von Polizei erschossen

Der mutmaßliche Berlin- Attentäter Anis Amri war nach mehrtägiger europaweiter Fahndung in der Nacht auf Freitag in Mailand von Polizisten erschossen worden.  Der Tunesier war vor dem Lastwagenanschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche am Montagabend den deutschen Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder bekannt gewesen und stand zeitweise unter Beobachtung. Bei dem Anschlag in Berlin starben zwölf Menschen, es gab Dutzende Verletzte.

Der Tunesier Anis Amri richtete im Dezember in Berlin ein Blutbad an.
Foto: AFP/HO

Alle Todesopfer identifiziert

Alle zwölf Todesopfer des Attentats sind laut einem Bericht von "Spiegel Online" identifiziert. Demnach handelt es sich um sechs Männer und sechs Frauen. Aus Sicherheitskreisen heißt es, darunter seien je eine Frau aus Tschechien, Italien und Israel sowie ein Pole - der getötete Lkw- Fahrer Lukasz U. Bei den übrigen acht Todesopfern handle es sich um Deutsche. Unter den 45 Verletzten befinden sich demnach Staatsbürger aus Israel, Spanien, Großbritannien, Ungarn, Finnland und dem Libanon. Einige von ihnen kämpften auch am Freitag weiter um ihr Leben.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum