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22.09.2017 - 05:57
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Foto: AP / Video: YouTube.com

US- Neonazi- Demo: Auto rast in Menschenmenge

13.08.2017, 08:00

Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten und Neonazis in der US- Stadt Charlottesville im Bundesstaat Virginia ist es am Samstag zu schweren Zusammenstößen mit Gegendemonstranten gekommen. Dabei raste ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschengruppe. Laut den Behörden gab es mindestens ein Todesopfer, mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Beim Tatverdächtigen soll es sich um einen 20- Jährigen handeln. Zwei weitere Menschen kamen beim Absturz eines Polizeihubschraubers ums Leben.

Es deute alles auf eine vorsätzliche Tat hin, sagte der Bürgermeister der Stadt, Mike Signer. Nach Angaben von Augenzeugen lenkte der Fahrer den dunklen Wagen absichtlich in die Menge.

20- Jähriger festgenommen, FBI ermittelt

Als Verdächtigen hat die Polizei den 20- jährigen James Alex Fields Junior in Gewahrsam genommen. Bei der Attacke war eine 32- jährige Frau getötet worden, 35 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Fünf von ihnen befinden sich noch in kritischem Zustand. Ob der Verdächtige ein politisches Motiv hatte, ist noch unklar. Zu den Opfern zählte die Polizei auch zwei Beamte, die beim Absturz eines Polizeihubschraubers ums Leben kamen. Zu den Ursache des Absturzes wurde eine Untersuchung eingeleitet, die US- Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen übernommen. Der Fall werde als möglicher Verstoß gegen die Bürgerrechtsgesetze behandelt, teilte das FBI mit.

Der mutmaßliche Täter James Alex Fields Jr. (20) soll gezielt in die Demonstranten gefahren sein.
Foto: AFP/Albemarle County Jail
Foto: AP
Foto: AFP
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Nachdem er in die Menge gerast war, legte der Lenker den Rückwärtsgang ein.
Foto: AP

Mit Baseballschlägern zur Kundgebung

Laut Fernseh- und Augenzeugenberichten waren mehrere Kundgebungsteilnehmer mit Baseballschlägern gekommen, schon Stunden vor der Veranstaltung kam es zu heftigen Prügeleien mit Gegendemonstranten. Die mutmaßliche gezielte Auto- Attacke ereignete sich laut Medienberichten, als ein Großteil der Kundgebungsteilnehmer bereits abgezogen war und die Gegendemonstranten einen eigenen Protestzug bildeten.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte", zu der unter anderem der Ku- Klux- Klan und die sogenannte Alt- Right- Bewegung, die US- Präsident Donald Trump unterstützt, aufgerufen hatten, war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten- Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861- 1865) zu entfernen. Lee wird wegen seiner zahlreichen Siege als Held gefeiert, sein Umgang mit der Sklaverei ist allerdings umstritten.

Foto: The Associated Press
Foto: The Associated Press
Foto: The Associated Press

Verletzte bei wüsten Schlägereien

Sowohl die Rechten, die zum Teil Symbole von weißen Nationalisten und die Flagge der Konföderation schwenkten, als auch die Gegendemonstranten trugen Helme und Schutzanzüge. Manche Teilnehmer gaben sich auf Mützen und T- Shirts als Trump- Anhänger zu erkennen. Einige waren mit Holzpfosten bewaffnet und lieferten sich heftige Schlägereien, andere Rechtsextremisten erhoben die rechte Hand zum Hitlergruß. Angehörige der Miliz trugen offen Gewehre mit sich.

Foto: AP
Foto: AP
Foto: AFP

Trump- Appell: Kein Platz für Hass und Gewalt

Trump verurteilte die Ausschreitungen scharf. Auf Twitter schrieb er, in den USA sei kein Platz für solchen Hass und solche Gewalt. Kritiker auch in Trumps Republikanischer Partei bemängelten, dass der Präsident eine klare Schuldzuweisung an die rechtsextremen Demonstranten unterlassen habe. Es sei "sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind: als Terroranschlag weißer Rassisten", sagte der republikanische Senator Marco Rubio.

Foto: AFP

Auch der demokratische Gouverneur von Virginia, Terry McAuliffe, richtete eine äußerst scharf formulierte Botschaft an die Rechtsextremisten: "Ihr seid hier nicht willkommen", sagte er. "Geht nach Hause. Nehmt euren Hass und eure Vorurteile mit. Es gibt hier keinen Platz für euch, und es gibt keinen Platz für euch in Amerika."

Redaktion
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