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07.12.2016 - 13:48
Die Lage am Mittwoch im oberösterreichischen Bezirk Braunau
Foto: APA/MANFRED FESL / Video: APA

Unwetter: Lage in OÖ und Salzburg entspannt

02.06.2016, 11:32

Die angespannte Hochwassersituation in Teilen Oberösterreichs, vor allem im Innviertel, sowie in Salzburg hat sich in der Nacht auf Donnerstag tatsächlich entspannt. Wie vorhergesagt, ließen die Regenfälle nach, die Feuerwehr hat mit den Aufräumarbeiten begonnen. Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich allerdings in Vorarlberg. Dort führte Starkregen in Egg zu Überflutungen und Murenabgängen.

"Das Schlimmste sollte vorbei sein", so Brandrat Dietmar Lehner über die Lage in Oberösterreich am Donnerstagvormittag. So seien bereits in der Nacht die Wasserstände der Bäche im Innviertel "schlagartig zurückgegangen". Jetzt sei man damit beschäftigt, das Wasser aus Kellern und Häusern zu pumpen sowie überflutete gesperrte Straßen wieder befahrbar zu machen.

Die Lage am Mittwoch im oberösterreichischen Bezirk Braunau
Foto: APA/MANFRED FESL
Die Lage am Mittwoch im oberösterreichischen Bezirk Braunau
Foto: APA/MANFRED FESL
Die Lage am Mittwoch im oberösterreichischen Bezirk Braunau
Foto: APA/MANFRED FESL

Pflichtschulen in OÖ blieben am Donnerstag geschlossen

Nur mehr 20 Wehren mit rund 350 Einsatzkräften standen am Vormittag im Dienst, teilte das Landesfeuerwehrkommando in Linz mit. Mit "großen flächendeckenden Niederschlägen" sei in den kommenden Tagen nicht mehr zu rechnen, teilte auch der Hydrografische Dienst des Landes mit. Allerdings sind "vereinzelt Starkregenfälle" weiter möglich, sodass es lokal zu Überflutungen kommen kann. Im Bezirk Braunau blieben jedenfalls am Donnerstag die Pflichtschulen geschlossen.

Pegel auch in Salzburg zurückgegangen

Auch in Salzburg hat sich nach den heftigen Niederschlägen die Lage weitestgehend beruhigt. Die Feuerwehr musste nur am Donnerstagmorgen einmal zu einem Einsatz ausrücken: Es galt einen überfluteten Keller auszupumpen. "Wir haben eine erhöhte Wasserführung, aber an den großen Flüssen Salzach und Saalach sind wir wieder deutlich unter die Meldegrenze zurückgefallen. Auch die Pegel der kleineren Bäche im Flachgau liegen wieder im Normalbereich", sagte Hans Wiesenegger, Leider des hydrografischen Dienstes des Landes.

"Es bleibt grundsätzlich wechselhaft mit einer hohe Neigung zu Schauern. Länger anhaltender starker Niederschlag ist aber nicht zu erwarten", sagte auch Meteorologe Alexander Ohms von der ZAMG. "In der feuchten labilen Luft können sich immer wieder Schauer und Gewitterzellen bilden. Die Schwerpunkte werden sich aber in das Bergland verlagern." Weil der Boden zum Teil schon gesättigt sei, könnten Bäche allerdings erneut über die Ufer treten.

Vorarlberg: Überschwemmungen nach Starkregen

In der Vorarlberger Gemeinde Egg war die Lage hingegen angespannt. Heftige Niederschläge seit Mittwochabend führten dort zu Überschwemmungen. Zahlreiche Bäche traten über die Ufer, Keller wurden unter Wasser gesetzt, eine Gemeindestraße zudem von einem Erdrutsch verlegt.

Im Ortsteil Großdorf musste die Feuerwehr den Blankergraben wieder in sein Bachbett führen. Die Anrainer hätten ihre Häuser selbst vor dem Eindringen des Wassers schützen können, Informationen zu Gebäudeschäden lägen nicht vor, so die Polizei. Zudem wurde ein Fischteich durch Hochwasser verschmutzt. Durch das Hochwasser des Unterbachergrabens drohte kurzzeitig die Überflutung eines neu errichteten Hauses, was die Feuerwehr aber verhindern konnte. Ansonsten blieb Vorarlberg von sintflutartigen Regenfällen verschont.

Flusspegel nicht im Gefahrenbereich

Nach Angaben der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Vorarlberg besteht trotz der anhaltenden Niederschläge keine regionale Hochwassergefahr. Die Pegel der Flüsse und Bäche seien nicht im Gefahrenbereich. Der Stand des Bodensees liege zwar etwa 30 Zentimeter über dem Durchschnitt, das bedeute jedoch keine Gefahr. Für den Nachmittag erwarte man allerdings weitere Gewitterzellen. Wo diese ihre Niederschläge abladen, seien kleinräumige Überflutungen durchaus möglich.

Mehrere Tote bei Unwettern in Bayern

Äußerst dramatisch war - wie berichtet  - die Lage am Mittwoch im bayrisch- österreichischen Grenzgebiet. Dort forderten die schweren Regenfälle bereits erste Todesopfer. Mehrere Hundert Einsatzkräfte standen den ganzen Tag über im Einsatz, um Menschen vor den Wassermassen zu retten.

02.06.2016, 11:32
AG/red
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