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23.04.2017 - 11:11
Video: apa

Trauerfeier für getöteten Guru am Zentralfriedhof

02.06.2009, 17:49
Hunderte Inder aus vielen Teilen Europas sind am Dienstagnachmittag zu einer Trauerzeremonie für den am 24. Mai in Rudolfsheim-Fünfhaus getöteten indischen Guru auf den Wiener Zentralfriedhof gekommen. Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei ein Großaufgebot an Beamten aufgeboten, zu Zwischenfällen ist es jedoch nicht gekommen. Der Leichnam des 57-jährigen Predigers der Guru-Ravidass-Religion wurde im offenen Sarg aufgebahrt.

Männer mit weißen und orangefarbenen Kopftüchern sowie Frauen in bunten Gewändern bildeten eine lange Menschenschlange bis zum Eingangstor des Zentralfriedhofs. Sie trugen Blumen und Kränze, sangen Trauerlieder und sprachen Gebete. Vor der Aufbahrungshalle 2 zogen sie sich dann ihre Schuhe aus. "Das hat keine religiösen Gründe. Wir machen das einfach aus Respekt", sagte Harampal Ram, ein Angehöriger der Glaubensgemeinschaft, der bereits seit 30 Jahren in Wien lebt.

Mehr Bilder der Trauerfeier findest du in der Infobox!

Staatsbegräbnis in Indien geplant

"Bitte, wir sind keine Sikhs, wir haben keinerlei Verbindungen zu ihnen", wurde der Mann nicht müde zu betonen. "Guru Ravidass ist eine eigene Religion, die es seit 2005 auch in Österreich gibt." Der Leichnam des 57- Jährigen werde, so Ram, nach der Überstellung nach Neu Delhi in dessen Heimatregion Jalandha gebracht, wo er ein Staatsbegräbnis erhalten soll.

In der Aufbahrungshalle wurden die Trauergäste vorerst von Polizei und Journalisten förmlich eingekreist. Erst als sich das Blitzlichtgewitter verzogen hatte, folgte das Gros der Gläubigen, um sich vor dem Toten zu verbeugen und sich seinen Segen zu holen.

Dutzende Polizisten im Einsatz

Die Wiener Polizei war mit Dutzenden Leuten im Einsatz, auch Beamte der Alarmabteilung Wega standen den Trauergästen "Spalier". Laut Polizei- Sprecher Michael Takacs war mit 150 bis 500 Gläubigen zu rechnen, die sich von Guru Sant Rama Anand (andere Schreibweise: Nand) verabschieden wollten. Man sei von einem "geringen Gefährdungspotenzial" ausgegangen.

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