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10.12.2016 - 12:06
Foto: thinkstockphotos.de

Tirol: Erst Sohn, dann Tochter brutal überfallen

11.08.2016, 07:37

Bruder und Schwester - ein und dasselbe Schicksal: Binnen nur vier Wochen wurde ein Innsbrucker Geschwisterpaar unabhängig voneinander Opfer von Überfällen. Publik wurden die Taten bisher nicht - dem Vater riss nun der Geduldsfaden: Er bricht in der "Krone" sein Schweigen, fordert härtere Sanktionen und richtet einen Appell an weitere Opfer.

Ob jung oder alt, Mann oder Frau: In Zeiten wie diesen ist man offenbar nirgends mehr sicher. Davon kann Hans Mayer (alle Namen geändert) nur zu gut ein Lied singen. Binnen nur eines Monats wurden sowohl sein Sohn Patrick (16) als auch seine 21- jährige Tochter Lisa Opfer von Überfällen.

Sohn bekam blaues Auge verpasst

Patrick machte im Juli Bekanntschaft mit rabiaten Ganoven. "Mein Sohn wurde von Unbekannten in ein Gespräch verwickelt. Dann bot man ihm noch Drogen an, was er ablehnte. Das Nächste, an das er sich erinnerte, war, dass er mit einem blauen Auge am Boden lag. Handy und Geldtasche waren weg", erzählt der Vater der "Krone".

Die Verdächtigen dürften aber nicht die Intelligentesten sein - sie verrieten im Gespräch ihre Namen. Tags darauf entdeckte das Opfer sie auf Facebook. Gut für die Polizei, möchte man meinen, "doch der gelang es offenbar leider bis jetzt nicht, sie zu stellen".

Tochter mit Glas bedroht

Als wäre das nicht genug, wurde Samstagnacht auch noch die 21- jährige Tochter überfallen. Schauplatz war die Maria- Theresien- Straße. "Lisa saß mit drei Kollegen auf einer Bank, als plötzlich jemand an ihrer Tasche zerrte. Im Gerangel fielen dann Geld, Schlüssel, Handy und Kreditkarte auf den Boden", so der Vater. "Während einer der zwei Täter, vermutlich Nordafrikaner, alles einsammelte, bedrohte der andere sie mit einem Glas. Letztlich konnte der Komplize aber festgehalten und der Polizei übergeben werden."

Nach Rückfrage bei der Polizeipressestelle heißt es dazu: "Uns ist der Fall bekannt. Es wurde zwar eine Person angehalten, die Anzeige erfolgte aber gegen zwei Unbekannte. Festgenommen wurde niemand. Die Ermittlungen laufen."

"Sanktionen müssen richtig spürbar sein!"

Der Vater dazu: "Ich verstehe nicht, dass die Polizei den Täter nicht festhalten kann, bis er redet. Er hat keinen Wohnsitz, ist wohl untergetaucht. Es geht hier nicht um In- oder Ausländer. Wenn wer etwas Unrechtes tut, dann müssen spürbare Sanktionen her. Solange Täter das Gefühl haben, dass ihnen nichts passiert, wird es sicher nicht besser."

Aus Angst vor Rache hat die Familie lange überlegt, ob sie die Vorfälle anzeigt. "Dies erfordert Mut", sagt Mayer, der glaubt, dass Taten oft nicht angezeigt werden. Sein Appell: "Sowas darf nicht verschwiegen werden. Nur dann wird klar, wie viel bei uns passiert."

11.08.2016, 07:37
Hubert Rauth, Kronen Zeitung
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