Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.06.2017 - 13:12
Außenminister Kurz im Gespräch mit Ministerpräsident Vucic
Foto: APA/AUSSENMINISTERIUM/DRAGAN TATIC

Täglich kommen bis zu 140 Migranten nach Serbien

13.02.2017, 17:46

Trotz der mittlerweile vor einem Jahr erfolgten Schließung der Balkanroute kommen laut dem serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic weiterhin täglich zwischen 110 und 140 Migranten in Serbien an. "Wir werden alles tun, damit wir nicht zu einem Parkplatz für illegale Migranten werden", erklärte Vucic am Montag bei einem Treffen mit Außenminister Sebastian Kurz in Belgrad.

70 Prozent der Flüchtlinge kämen derzeit über Bulgarien, 30 Prozent über Mazedonien ins Land, erklärte Vucic. Insgesamt würden sich derzeit mehr als 6700 Migranten in Serbien befinden. 5850 davon seien in den regulären Aufnahmezentren. Die übrigen Flüchtlinge, die bisher nicht in die Unterkünfte kommen wollten, rief Vucic dazu auf, dies zu tun. Mehr als 500 Menschen würden derzeit vor allem in Belgrad darauf warten, mit Menschenschmugglern weiter Richtung EU zu gelangen, so der serbische Regierungschef.

Ein afghanischer Flüchtling wärmt sich in einer ehemaligen Lagerhalle in Belgrad.
Foto: ASSOCIATED PRESS

Vucic: Viele Länder halten ihr Aufnahme- Versprechen nicht

Im Gegensatz zu anderen Ländern in der Region sei Serbien seinen Verpflichtungen nachgekommen, sagte Vucic. Er kritisierte, ohne konkrete Länder zu nennen, dass andere Staaten in der Region die Aufnahme Tausender Flüchtlinge versprochen hätten, aber diesen Zusagen nicht nachgekommen seien. Österreich dankte Vucic für die Unterstützung durch Polizisten und Ausrüstung bei der Grenzsicherung. "Ich kann es kaum erwarten, dass die Zusammenarbeit in Zukunft noch ausgebaut wird" so Vucic.

Migranten, die in einer ehemaligen Ziegelfabrik eine Unterkunft gefunden haben
Foto: ASSOCIATED PRESS

Kurz lobt "besonnenen Politiker" Vucic

Kurz dankte Serbien für die Unterstützung bei der Schließung der Balkanroute vor einem Jahr. Der Außenminister lobte Vucic außerdem für "die sehr konstruktive Rolle am gesamten Balkan". "Der Balkan ist nach wie vor eine Region, wo es Herausforderungen gibt und auch zu Spannungen kommen kann, da braucht es besonnene Politiker", so Kurz. Wichtig sei, dass der Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo zur Normalisierung der Beziehungen fortgesetzt werde, so Kurz.

Serbien will Flugverbindung Belgrad- Pristina reaktivieren

Als weiteren Schritt zum Abbau der Spannungen mit dem Kosovo will die serbische Regierung die Flugverbindungen zwischen Belgrad und Pristina wiederherstellen. Serbiens Verteidigungsminister Zoran Djordjevic werde eine Arbeitsgruppe leiten, die die Normalisierung des Luftverkehrs zur Aufgabe habe, teilte sein Ministerium am Montag in Belgrad mit.

Die Flugverbindung zwischen den beiden Städten ist seit dem Kosovokrieg in den Jahren 1998 und 1999 unterbrochen. Seitdem müssen Reisende die 350 Kilometer lange Strecke zwischen der serbischen Hauptstadt und der Hauptstadt des Kosovo mit dem Auto oder per Bus zurücklegen.

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum