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27.05.2017 - 18:19
Nach den Detonationen war dichter Rauch zu sehen.
Foto: Twitter / Video: Ruptly.tv, krone.tv

Syrien wirft Israel "Terrorunterstützung" vor

13.01.2017, 16:40

Die syrische Armee hat Israel für einen Angriff auf einen Militärflughafen nahe Damaskus verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Außerdem warf die Regierung Assads Israel Unterstützung von Terrorgruppen vor. Ein israelisches Flugzeug soll demnach in der Nacht auf Freitag mehrere Raketen auf den Flughafen Mazzeh abgefeuert haben.

In einem Brief an die Vereinten Nationen schrieb Syriens Außenministerium am Freitag, dass die "israelische Aggression Teil einer langen Serie von Angriffen" sei. Zudem warf der Außenminister unter anderem den israelischen, französischen, britischen und amerikanischen Geheimdiensten vor, den Angriff geplant zu haben.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag trafen acht Raketen einen wichtigen Militärflughafen der syrischen Streitkräfte im Westen von Damaskus. Die syrische Regierung und regierungsnahe Medien machten die israelische Luftwaffe für den Angriff verantwortlich. Eine Sprecherin der israelischen Armee sagte der Deutschen Presse- Agentur: "Es gibt keinen Kommentar." Bei dem Angriff kurz nach Mitternacht waren ein Gebäude in Brand geraten und vier Personen verletzt worden, wie es aus syrischen Sicherheitskreisen hieß.

Angriff gegen auf Waffenlieferung für Hisbollah

Wie die dpa aus libanesischen Sicherheitskreisen erfuhr, traf der Angriff eine Waffenlieferung für die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, die in Syrien an der Seite von Machthaber Bashar al- Assad kämpft.

Dichter Rauch und Flammen nach den Detonationen
Foto: APA/AFP

Diese Aufnahmen zeigen den Rauch über Damaskus:

Der Militärflughafen Masseh liegt acht Kilometer südwestlich von Damaskus. Er ist Sitz des berüchtigten Geheimdienstes der Luftwaffe, der dort über ein großes Gefängnis verfügt.

Waffenstillstand hält weitgehend

Der seit Dezember in Syrien geltende Waffenstillstand hält weitgehend. Zu dieser Einschätzung kamen am Donnerstag sowohl die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, als auch der UN- Syriengesandte Staffan de Mistura. Putin und Erdogan vereinbarten nach Angaben des Präsidialamtes in Moskau außerdem, die Vorbereitungen der in Kasachstan geplanten Syrien- Friedenskonferenz voranzutreiben.

Angesichts der veränderten militärischen Lage in Syrien begann Russland unterdessen mit einem Umbau seiner dortigen Truppen. Die ersten sechs taktischen Bomber von Typ Su- 24 seien bereits abgezogen worden, hieß es. Im Gegenzug seien vier Erdkampfflugzeuge des Typs Su- 25 auf den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der syrischen Provinz Latakia verlegt worden. Weitere Kampfflugzeuge und Soldaten würden von dort nach Russland zurückkehren.

Russische Kampfjets auf dem Flugzeugträger "Admiral Kusnezow" vor Syriens Küste
Foto: Associated Press

Kämpfe rund um Trinkwasserbrunnen für Damaskus

Von dem Waffenstillstand in Syrien sind extremistische Gruppen wie der IS ausgenommen. De Mistura sagte in Genf, die Feuerpause werde nur in einzelnen Fällen verletzt. Jedoch komme noch immer nicht ausreichend Hilfe in die belagerten Gebiete. Probleme gebe es zudem bei der Evakuierung der schiitischen Dörfer Fua und Kefraya in der Provinz Idlib. Rebellengruppen hätten 23 Busse daran gehindert, die beiden Orte zu verlassen. Kämpfe gebe es noch im Tal Wadi Barada, wo die Trinkwasserbrunnen für Damaskus liegen.

Redaktion
krone.at
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