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23.02.2017 - 15:59
Foto: thinkstockphotos.de

Syrien: 13.000 Häftlinge von Regime hingerichtet

07.02.2017, 06:39

Von Gräueltaten in Syrien berichtet Amnesty International (AI). Demnach werden in dem Land Häftlinge systematisch gefoltert und getötet. Im Militärgefängnis Saidnaya bei Damaskus würden jede Woche bis zu 50 Häftlinge unter völliger Geheimhaltung gehängt, bis zu 13.000 Gefangene seien so ermordet worden, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Dazu kämen Tausende Tote, die durch Hunger, Durst oder Folter und Misshandlung umgekommen seien, so Amnesty. Der Bericht stützt sich auf Recherchen eines Jahres. Von Dezember 2015 bis Dezember 2016 führte AI ausführliche Interviews mit insgesamt 84 Personen: Amnesty sprach mit ehemaligen Häftlingen, Gefängnispersonal und Offizieren von Saidnaya, syrischen Anwälten und Richtern sowie internationalen Experten. Zudem wurden Satellitenbilder ausgewertet, die neue Massengräber zeigen.

Satellitenaufnahme des berüchtigten Militärgefängnisses Saidnaya bei Damaskus
Foto: Amnesty International

AI geht davon aus, dass im Zeitraum von September 2011 bis Dezember 2015 zwischen 5000 und 13.000 Gefangene - in der großen Mehrheit Zivilisten - gehängt wurden. Hohe Regierungsvertreter, Militärs und Geheimdienstpersonal sind laut Amnesty in die systematischen Hinrichtungen involviert.

Amnesty schlug bereits im August 2016 Alarm

Bereits im August 2016 hatte AI dokumentiert, dass in syrischen Gefängnissen - namentlich in Saidnaya - mindestens 17.000 Gefangene getötet wurden. Sie kamen durch die systematische Folter um, verhungerten oder verdursteten oder starben, da ihnen die medizinische Behandlung verwehrt wurde.

Gefangene in einem Käfig in der syrischen Hauptstadt Damaskus
Foto: AFP

Die im Zuge der neuen Recherchen gesammelten Zeugenaussagen der wenigen Menschen, die durch Bestechung oder durch eine präsidentielle Amnestie aus Saidnaya herausgekommen sind, bestätigten die systematischer Folter und Erniedrigungen, Vergewaltigungen sowie Nahrungs- und Wasserentzug, schreibt AI.

Redaktion
krone.at
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