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05.12.2016 - 03:44
Foto: thinkstockphotos.de

Sternschnuppen- Regen heuer ohne störenden Mond

24.07.2016, 08:02

Ab sofort könnte sich ein Blick in den Nachthimmel lohnen. Bis etwa Mitte August werden - so wie jedes Jahr - Sternschnuppen der sogenannten Perseiden auf die Erde herabregnen. Die Meteoroiden stammen allesamt aus der Schweifspur des Kometen 109P/Swift- Tuttle. Heuer wird der Höhepunkt des Himmelsspektakels in der Nacht vom 11. auf den 12. August erwartet - vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Die Sternschnuppen der Perseiden sind alljährlich zu sehen, wenn die Erde die Bahn der Staubspur von 109P/Swift- Tuttle, der in einer elliptischen Bahn um die Sonne kreist, kreuzt. Ein Teil der winzigen Teilchen gelangt dabei in die Erdatmosphäre und verglüht dort, was zu den Leuchterscheinungen führt. Weil die Staubspur des Kometen nicht überall gleich ist und die Dichte der Partikel daher variiert, sind auch die Meteoroiden- Erscheinungen von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Bis zu 140 Sternschnuppen pro Stunde

Heuer sollen in der Nacht auf den 12. August die meisten Sternschnuppen zu beobachten sein. Der Anstieg zum Maximum geschieht langsam, sodass bereits seit einigen Tagen vereinzelt Sternschnuppen beobachtet werden können. Nach dem Maximum können Meteoroiden der Perseiden vereinzelt noch bis fast Ende August gesichtet werden. Die beste Zeit ist jene zwischen 22 und 4 Uhr früh, wobei gilt: Je später desto besser.

Mondlicht stört Beobachtung nur wenig

Der Erdtrabant stört heuer die Beobachtung nur wenig, denn die Sichel des zunehmenden Mondes geht bald am Abend unter und die Nacht verläuft mondlos. Zur Beobachtung von Meteoroiden- Schauern braucht man keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre. Am besten geht es mit dem freien Auge, raten Experten der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie. Wichtig ist ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Am besten lassen sich die Perseiden auf Wiesen oder Feldern an einem höher gelegenen Ort außerhalb der Stadt mit freiem Blick in alle Richtungen beobachten.

Schon erstmals 36 nach Christus beschrieben

Trotz der jährlichen Schwankungen zählen die Perseiden zu den verlässlichsten Meteorschauern des Jahres. Erstmals beschrieben wurde das Himmelsspektakel der Perseiden bereits im Jahr 36 nach Christus von chinesischen Astronomen.

Der Name Perseiden rührt daher, dass die Meteoroiden aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen. Da ihr Erscheinen mit dem Todes- und Namenstag des Märtyrers Laurentius, der am 10. August des Jahres 258 in Rom zu Tode gefoltert wurde, zusammenfällt, wurden sie als Tränen des Himmels gedeutet und daher im Volksmund auch Laurentiustränen genannt.

24.07.2016, 08:02
wed, krone.at
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