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29.05.2017 - 10:44
Foto: NASA/JPL/Space Science Institute

Sind Saturns Ringe zerbröselte Zwergplaneten?

06.11.2016, 08:02

Von den anderen Planeten unseres Sonnensystems hebt sich der Saturn durch seine besonders ausgeprägten Ringe ab, die zu großen Teilen aus Wassereis und Gesteinsbrocken bestehen. Dazu, wie sie entstanden sind, gibt es mehrere Theorien, zu denen sich jetzt eine neue von japanischen Forschern gesellt. Demnach entstand das gewaltige Ringsystem aus den Resten zerbröselter Zwergplaneten.

Über 100.000 einzelne Ringe mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Farbtönen gibt es, die durch scharf umrissene Lücken voneinander abgegrenzt sind. Der innerste davon beginnt bereits 7000 Kilometer über der Oberfläche des Saturns und hat einen Durchmesser von 134.000 km, der äußerste hat einen Durchmesser von 960.000 km. Nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung werden die größten Ringe - von innen nach außen - als D- , C- , B- , A- , F- , G- und E- Ring bezeichnet.

Ein Blick auf die gewaltigen Ringe des Saturn
Foto: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

Verschiedene Theorien zur Entstehung

Zu ihrer Entstehung gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass sie durch einen Mond entstanden, der sich dem Saturn derart knapp angenähert hat, dass er durch Gezeitenkräfte zerbrach. Einer anderen Theorie zufolge sind die Ringe gemeinsam mit dem Saturn selbst aus derselben Materialwolke entstanden. Japanischen Forscher haben jetzt eine weiteren These veröffentlicht.

Ein Team unter der Leitung von Ryuki Hyodo von der Universität in Kobe (Japan) glaubt, dass die Ringe aus Staub und Eis nichts anderes sind, als die Überreste von einigen zerbröselten Zwergplaneten. Bevor sich unserer Sonnensystem bildet seien im Kuipergürtel Tausende Pluto- große Himmelskörper gekreist, so die Forscher. Das habe sich vor rund vier Milliarden Jahren geändert, als Jupiter, Saturn, Uranus and Neptun dort sowie im Asteroiden- Gürtel zwischen Mars und Jupiter quasi aufgeräumt haben.

Ringe aus zerbröselten Zwergplaneten?

Einige der Zwergplaneten seien auf ihren Bahnen u.a. Jupiter zu nahe gekommen und durch die starke Gravitation des Planeten zerrissen worden. Die Überreste dieser zerbröselten Himmelskörper hätten sich dann in Form des Ringsystems um den Saturn angeordnet, das würden entsprechende Computer- Simulationen zeigen, berichten die japanischen Forscher.


06.11.2016, 08:02
wed, krone.at
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