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24.06.2017 - 16:31
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, BMI

Seisenbacher: Wie lange versteckt er sich noch?

24.01.2017, 09:37

Seit genau 37 Tagen fehlt von Peter Seisenbacher jede Spur. Am 19. Dezember hätte sich der Judo- Doppel- Olympiasieger wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor dem Landesgericht Wien verantworten müssen - doch der 56- Jährige tauchte nicht auf. "Die Ermittlungen laufen", heißt es seitens des Bundeskriminalamts am Dienstag gegenüber krone.at.

Seisenbacher wird vorgeworfen, nach dem Ende seiner Karriere zwei Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Demnach soll er ab 1997 eine damals Neunjährige, die bei ihm Judo erlernen wollte, über zwei Jahre bedrängt haben. Nachdem das Mädchen elf Jahre alt geworden war, sei es auch zu geschlechtlichen Handlungen gekommen. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr wurde die Schülerin laut eigenen Aussagen von Seisenbacher wiederholt missbraucht.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Auf einem Judo- Sommerlager im Jahr 2001 soll sich der Olympiasieger an ein weiteres Mädchen herangemacht haben. Die damals 16- Jährige konnte ihn jedoch abwehren. Drei Jahre danach sei es laut Anklage aber zu einem weiteren Übergriff gekommen: Demnach habe der Ex- Judoka damals eine 13- Jährige Judo- Schülerin sexuell missbraucht.

Zehn Jahre Haft drohen

Am 19. Dezember sollte Seisenbacher wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen sowie wegen Ausnutzung eines Autoritätsverhältnisses der Prozess gemacht werden. Doch der 56- Jährige, dem im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft drohen, erschien erst gar nicht.

Seither wird nach dem mutmaßlichen Sexualstraftäter mittels eines europäischen Haftbefehls gefahndet.  "Die Ermittlungen laufen auf Hochdruck. Um diese nicht zu gefährden, geben wir keine Informationen an die Öffentlichkeit weiter", so Vincenz Kriegs- Au, Sprecher des Bundeskriminalamts auf Nachfrage.

Personenbeschreibung Seisenbachers der Polizei
Foto: Screenshot/bmi.gv.at

"Offensichtlich kein Interesse, zu Gericht zu kommen"

Ob und wann der Prozess gegen Seisenbacher fortgesetzt werden kann, steht wohl in den Sternen. Christina Salzborn vom Landesgericht Wien muss sich also in Geduld üben: "Peter Seisenbacher hat offensichtlich kein Interesse, zu Gericht zu kommen. Nun bleibt es abzuwarten, welche Erfolge die Fahndung bringen wird."

Foto: GEPA

Auch der Verteidiger des 56- Jährigen hat seit dessen Verschwinden nichts mehr von seinem Mandanten gehört. "Ich bin immer noch am gleichen Stand", lässt Bernhard Lehofer krone.at wissen. Die Frage, wie lange sich Peter Seisenbacher noch verstecken will, bleibt also weiterhin offen ...

Redaktion
krone.at
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