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21.09.2017 - 17:27
In diesem Haus in der Linzer Teuflstraße lag der Tote monatelang.
Foto: Johann Haginger

Schwester: "Er wollte sich nicht helfen lassen"

20.01.2017, 09:15

"Wir haben alles versucht, aber er wollte sich einfach nicht helfen lassen", sagt die Schwester jenes Mannes, der monatelang tot in seiner Wohnung in Linz lag, ehe nun seine Leiche gefunden wurde. Am Freitag soll eine Obduktion stattfinden, polizeiliche Ermittlungen laufen.

Der 46- jährige Armin B. dürfte bereits im Mai des Vorjahres, spätestens aber im Sommer in seiner Wohnung in der Teuflstraße am Linzer Bindermichl verstorben sein - erst am vergangenen Dienstag wurde bei einer polizeilichen Wohnungsöffnung seine stark verweste Leiche gefunden. 

Am Briefkasten stapelte sich die Post des Toten bereits.
Foto: Johann Haginger

"Er hat alles hingeschmissen"

"Er hat im Vorjahr im Februar alles hingeschmissen, ist plötzlich nicht mehr in der Arbeit, bei der er als Chef der Planungsabteilung 40 Mitarbeiter unter sich hatte, erschienen", erzählte seine Schwester der "Krone". Sie sowie seine Chefin und Arbeitskollegen hätten immer wieder versucht, ihn zurückzuholen. Im Februar öffnete die Polizei die Wohnung des 46- Jährigen. Sie war vermüllt, er roch stark nach Alkohol. "Aber der anwesende Amtsarzt hat gemeint, er kann ihn nicht zwangseinweisen - jeder darf leben, wie er will!"

Den bis dahin äußerst kreativen, künstlerischen und sportlichen Mann dürfte ein schwerstes Burn- out aus der Bahn geworfen haben, aber er wollte nicht ins Spital, ließ niemanden in seine Wohnung. Unbemerkt verstarb der 46- Jährige schließlich in seinem Badezimmer.

Nachbarn dachten, Mann wäre im Spital

Im Haus breitete sich penetranter Geruch aus. "Aber die Polizei meinte, sie könne nicht dauernd diese Wohnung aufbrechen lassen", berichtete die Schwester des Toten. Nachbarinnen hatten geglaubt, er sei im Spital, darum habe sich niemand im Haus Sorgen gemacht.

Da Armin B. seinen Hauptwohnsitz woanders gemeldet hatte, dachte sich bei der Hausverwaltung der WAG auch niemand etwas, als sich die Post und Werbeprospekte stapelten.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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