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23.02.2017 - 02:32
Foto: APA/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Schweiz: Jagd auf Täter endet mit Selbstmord

03.01.2017, 21:53

Die Schweizer Polizei hat sich seit Dienstagvormittag im Grenzgebiet zu Österreich eine dramatische Jagd auf einen bewaffneten Mann geliefert, der bei einer Hausdurchsuchung in der Ortschaft Rehetobel das Feuer auf Polizisten eröffnet hatte. Bei der Schießerei wurden zwei Beamte verletzt, dem Täter gelang zu Fuß zunächst die Flucht. Er konnte gegen Mittag ausfindig gemacht werden, woraufhin stundenlange Verhandlungen aufgenommen wurden. Der Versuch, den Mann festzunehmen, endete mit dem Selbstmord des 33- Jährigen.

Zu der Schießerei war es gekommen, als Polizisten am Vormittag ein Haus in Rehetobel im Kanton Appenzell Ausserrhoden, etwa 20 Autominuten von St. Gallen entfernt, durchsuchten. Dabei soll eine vermutete Indoor- Hanfplantage gesucht worden sein. Der 33- jährige, wegen Gewaltverbrechen vorbestrafte Mann eröffnete das Feuer auf die Beamten, zwei von ihnen wurden dabei verletzt.

Die beiden Polizisten wurden per Helikopter in ein Krankenhaus geflogen und notoperiert. Einer der Beamten befindet sich nach wie vor in einem "kritischen Zustand", er hat laut Medienberichten einen Herzsteckschuss erlitten. Sein Kollege, ebenfalls ein erfahrener Polizist, wurde an den Beinen verletzt.

Der Täter wurde im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet lokalisiert.
Foto: Google Maps

Eine Augenzeugin berichtete der Schweizer Tageszeitung "Blick" von den dramatischen Szenen : "Ich sah zwei Menschen am Boden liegen. Mehrere Streifenwagen sind vor Ort, die umliegenden Straßen wurden gesperrt." Auch ein Nachbar des Verdächtigen wurde Zeuge des Vorfalls: "Es hat vier oder fünf Mal geknallt. Dann sah ich die Polizisten am Boden liegen. Danach ist der Verdächtige wohl durch eine Hintertüre entkommen."

Die Schweizer Polizei im Einsatz in Rehetobel
Foto: APA/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

In der gesamten Region wurde eine Großfahndung eingeleitet, bei der auch Spürhunde zum Einsatz kamen. Laut "Blick" konnte der 33- Jährige gegen Mittag lokalisiert, aber nicht sofort festgenommen werden. "Wir haben Kontakt zum Täter und verhandeln", erklärte Hanspeter Saxer, der Sprecher der Kantonspolizei, im Verlauf des Nachmittags.

Bei Zugriff Spezialroboter eingesetzt

Beim Zugriff der Beamten verübte der Mann Selbstmord. Ein Polizeisprecher sagte, der 33- Jährige habe vor dem Waffeneinsatz damit gedroht, Splitterhandgranaten einzusetzen. Daher wurden nach dem Selbstmordversuch des Mannes vorerst Spezialroboter eingesetzt, um zum "leblosen Körper" zu gelangen. Erst danach wurde am Abend der Tod des Mannes bestätigt.

Redakteur
Georg Horner
Redakteur
Michael Pils
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