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26.05.2017 - 08:23
Foto: Andi Schiel, thinkstockphotos.de / Video: Andi Schiel, krone.tv

Schubhäftling "spazierte" mit NGO in Freiheit

14.12.2016, 08:07

Große Verwunderung hat der Ausbruch gleich mehrerer Schubhäftlinge aus einem Wiener Polizeianhaltezentrum ausgelöst. Nachdem am Sonntag vier Insassen die Flucht durch ein Fenster gelungen war, "spazierte" am Montag auch noch ein 27- jähriger Tunesier unbemerkt in die Freiheit. Er hatte sich einfach unter eine Gruppe von Beratern einer NGO gemischt. Doch ist es wirklich so leicht, aus der Haft zu entkommen?

Zwei der vier Männer, die am Sonntag durch ein mithilfe eines Wagenhebers aufgezwängtes Fenstergitter aus dem Polizeianhaltezentrum am Hernalser Gürtel in der Josefstadt entkommen waren, sind mittlerweile wieder gefasst. Einer der Männer, ein Nigerianer, wurde unmittelbar nach seiner Flucht geschnappt, der zweite, ein Algerier, wurde am Montag gegen 17 Uhr in der Donaustadt erwischt. Die beiden übrigen Ausbrecher - zwei Algerier - sind bis dato untergetaucht.

Foto: Andi Schiel

Am Montag dann die nächste böse Überraschung: Einem Tunesier gelang es, sich unter Berater einer Menschenrechtsorganisation zu mischen und mit diesen unbemerkt das Gebäude zu verlassen. "Diese Betreuer kommen regelmäßig in das Polizeianhaltezentrum, um die Schubhäftlinge zu beraten. Beim Betreten des Gebäudes müssen sie sich ausweisen", so Polizeisprecher Roman Hahslinger gegenüber krone.at.

Foto: Andi Schiel, thinkstockphotos.de

"Wissen noch nicht, wo Fehler passiert ist"

Als die Gruppe - es soll sich dabei um vier bis sieben Personen gehandelt haben - dann das Anhaltezentrum verließ, kam es zum folgenschweren Zwischenfall. "Wie es dem Mann gelang, unbemerkt das Gebäude zu verlassen, wird noch ermittelt. Wir wissen noch nicht, wo oder bei wem hier der Fehler passierte", so Hahslinger. Sowohl die Gruppe der Berater als auch das diensthabende Personal werde derzeit befragt.

Nach seiner gelungenen Flucht tauchte der 27- Jährige jedenfalls rasch unter. Von dem Tunesier sowie den beiden flüchtigen Algeriern fehlt weiterhin jede Spur.

Redakteurin
Charlotte Sequard-Base
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