Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.09.2016 - 21:12
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Darren Hauck

Randale in US- Stadt Milwaukee: 14 Festnahmen

16.08.2016, 13:04

Nachdem ein Streifenpolizist am Samstagnachmittag in Milwaukee einen 23- jährigen Afroamerikaner erschossen hat, kommt die Stadt im US- Bundesstaat Wisconsin nicht zur Ruhe. Bei den tagelangen Krawallen sind auch Schüsse gefallen. Mehrere Polizisten wurden verletzt, Geschäfte in Brand gesetzt. Insgesamt kam es zu 14 Festnahmen. Der Gouverneur von Wisconsin hat die Nationalgarde zur Hilfe gerufen.

Den Krawallen vorausgegangen war ein Einsatz, bei dem zwei Polizisten einen Wagen mit zwei Verdächtigen gestoppt hatten. Die Verdächtigen seien zu Fuß geflohen, teilte die Polizei mit. "Bei der Verfolgung zu Fuß hat ein Beamter auf einen mit einer halb automatischen Handfeuerwaffe bewaffneten Verdächtigen geschossen", hieß es weiter. Der Mann sei noch vor Ort seinen Verletzungen erlegen. Bei ihm handelte es sich nach Angaben der Polizei um einen 23- Jährigen mit einem "langen Vorstrafenregister". Die von ihm genutzte Waffe sei bei einem Einbruch im März zusammen mit rund 500 Schuss Munition gestohlen worden.

Foto: AP

Erste Krawalle Samstagnacht

Etwa 200 wütende Demonstranten versammelten sich daraufhin in der Nacht auf Sonntag, manche von ihnen bewarfen Polizisten mit Steinen. Als die Polizei versuchte, die Menge aufzulösen, wurden Schüsse abgegeben. Die Schützen waren jedoch keine Polizisten, sondern Teil der wütenden Menge, wie die Polizei bekannt gab. Sie sollen in die Luft geschossen haben.

Die Folgen der Krawalle:

Ein Polizist wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem er von einem Ziegelstein getroffen worden war. Die Randalierer setzten laut Angaben der Polizei auch eine Tankstelle in Brand. Die Feuerwehr könne den Brand "nicht löschen, weil Schüsse abgegeben werden", teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Eine Menschenmenge habe außerdem bei zwei Mannschaftswagen der Polizei die Scheiben zerstört und einen weiteren Polizeiwagen angezündet.

Foto: AP
Dieser Auto-Ersatzteilladen ist völlig niedergebrannt.
Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Darren Hauck

Nationalgarde zur Hilfe gerufen

Nach den Krawallen hat der Gouverneur von Wisconsin die Unterstützung der Nationalgarde angefordert. Die 125 Nationalgardisten sollten aber nur zum Einsatz kommen, wenn die Polizeiführung vor Ort dies für nötig erachte, sagte Bürgermeister Tom Barrett am Sonntag in Milwaukee.

Foto: AP

Die Lage in seiner Stadt am Tag nach den Unruhen beschrieb er als "sehr unbeständig". Den Befehl zur Mobilisierung der Nationalgarde, einer uniformierten paramilitärischen Einheit, hatte Gouverneur Scott Walker erteilt. Die Gardisten hielten sich bereit, die Polizeikräfte in der Großstadt zu unterstützen.

Foto: ASSOCIATED PRESS

Erneut Schüsse bei Krawallen

In der Nacht auf Montag kam es dann erneut zu Krawallen. Polizisten in Schutzausrüstung wurden am späten Sonntagabend attackiert, als sie versuchten, Kundgebungen im Viertel Sherman Park aufzulösen. Ein Beamter wurde verletzt, als Angreifer einen Ziegelstein durch das Fenster seines Streifenwagens warfen, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Einer seiner Kollegen wurde demnach von einem Projektil am Helm getroffen.

Foto: AP

Laut Angaben von Bürgermeister Barrett mussten insgesamt vier Beamte im Krankenhaus behandelt werden. Ein 16- jähriges Mädchen sei von einer Kugel, offenbar einem Querschläger, getroffen worden, ihre Verletzungen seien aber nicht lebensbedrohlich. Bei den Krawallen wurde ein Einsatzfahrzeug der Polizei beschädigt. Mehrere Angreifer wurden festgenommen.

Foto: APA/AFP/CENGIZ YAR
Foto: APA/AFP/CENGIZ YAR

Ausgangssperre für Teenager

Für Teenager wurde am Montag eine Ausgangssperre nach 22 Uhr Ortszeit verhängt. Bürgermeister Barrett sagte, so solle der Gewalt auf den Straßen Einhalt geboten werden. Trotz in Brand gesteckter Mülltonnen und Steinwürfen habe die Gewalt aber insgesamt abgenommen, sagte Polizeichef Edward Flynn. Insgesamt seien sieben Polizisten verletzt worden.

16.08.2016, 13:04
AG/thz
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum