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29.06.2017 - 18:36
Foto: APA/AFP/George OURFALIAN, ASSOCIATED PRESS

Putin fordert nun Waffenruhe für ganz Syrien

16.12.2016, 12:29

Wladimir Putin, der im Syrien- Krieg den Machthaber Bashar al- Assad tatkräftig mit Kampfjets und Bomben unterstützt, hat nach dem Fall der hart umkämpften Metropole Aleppo eine Waffenrufe für das gesamte seit Jahren vom blutigen Bürgerkrieg gebeutelte Land gefordert. Der russische Präsident sagte am Freitag am Rande eines Staatsbesuchs in Japan, nach der Rückeroberung Aleppos von den Rebellen müsse eine "vollständige Waffenruhe für ganz Syrien der nächste Schritt sein".

"Wir verhandeln aktiv mit Mitgliedern der bewaffneten Opposition - mit der Vermittlung der Türkei", so Putin. Im Gespräch seien Friedensverhandlungen, möglicherweise in der kasachischen Hauptstadt Astana. Das bekräftigte am Freitag auch der türkische Außenminister Mevlut Cavusolgu.

Ein führender Verhandler der Rebellen betonte umgehend die Bereitschaft zur Teilnahme. "Wenn es die Absicht zu einer echten und wahrhaftigen politischen Lösung für eine Übergangsregierung mit voller exekutiver Gewalt gibt, dann unterstützen wir diese politische Lösung", sagte der Oppositionsführer Riyad Hijab nach einem Treffen mit dem dänischen Außenminister Anders Samuelsen in Kopenhagen.

Foto: APA/AFP/KARAM AL-MASRI
Aleppo liegt in Trümmern.
Foto: APA/AFP/DELIL SOULEIMAN

Idlib könnte zum "nächsten Aleppo" werden

Auf Drängen Frankreichs berät der UN- Sicherheitsrat am Freitag über die Lage in Syrien, insbesondere im nördlichen Aleppo. Paris drängt auf die Entsendung internationaler Beobachter, um die Evakuierungen und humanitäre Hilfslieferungen zu überwachen. Der UN- Sondergesandte Staffan de Mistura forderte eindringlich einen Waffenstillstand und eine politische Lösung für Syrien. Ohne eine Einigung drohe die Rebellenhochburg Idlib zum "nächsten Aleppo" zu werden.

Video: Ruptly.TV

Tausende Zivilisten und Rebellen nach Idlib gebracht

Die Truppen des mit Russland verbündeten syrischen Staatschefs Assad hatten den bisher von bewaffneten Rebellen gehaltenen Ostteil Aleppos am Donnerstag fast vollständig eingenommen. Seitdem wurden Tausende Zivilisten und Rebellen aus der Stadt gebracht, nachdem am Mittwoch eine von Russland und der Türkei vermittelte Einigung zunächst gescheitert war.

Foto: APA/AFP/GEORGE OURFALIAN

Evakuierung Aleppos laut russischer Armee beendet

Am Freitagvormittag erklärte die russische Armee die Evakuierung Aleppos für beendet. Alle Frauen und Kinder seien herausgebracht worden, teilte das russische Verteidigungsministerium laut Angaben der Nachrichtenagentur Interfax mit. Die syrische Armee gehe in einigen Vierteln weiter gegen "radikalisierte" Rebellen vor.

Von den Rebellen und Hilfsorganisationen hatte es jedoch kurz zuvor geheißen, die Evakuierung sei blockiert worden und müsse weitergehen. "Bedauernswerterweise ist die Operation unterbrochen worden", schrieb ein führender Mitarbeiter des Roten Kreuzes auf Twitter.

Hilfskräfte vor der Evakuierung Ost-Aleppos
Foto: APA/AFP/STRINGER
Eine Schlange leerer Busse in Aleppo
Foto: APA/AFP/GEORGE OURFALIAN

Seit Beginn des Syrien- Kriegs im Jahr 2011 wurden laut UN- Schätzungen bereits mehr als 310.000 Menschen getötet.

Redaktion
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