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09.12.2016 - 21:55
Foto: AFP/Mandel Ngan, AP, DPA/Henning Kaiser

"Omar M. verstand sich als Held im Auftrag Allahs"

13.06.2016, 12:06

Die deutsche Frauenrechtlerin Alice Schwarzer findet nach dem schrecklichen Attentat in Orlando mit 50 Toten  deutliche Worte: Sie sei überzeugt davon, dass sich der Massenmörder und IS- Fanatiker Omar M. als Held verstand, "der im Auftrag Allahs handelt". Für die 73- Jährige habe das angerichtete Massaker allerdings nichts mit Religion zu tun. "Nicht der Islam ist dafür verantwortlich - aber der Islamismus, dieser politische Missbrauch des Islam."

Für Schwarzer liegt die Verführung der radikalen Islamisten keineswegs im Glauben begründet. "Sie liegt vielmehr in der Gewalt, im Männlichkeitswahn und im Heldentum. All das bietet sich im 21. Jahrhundert weltweit in Gestalt des Islamismus an. Im 20. Jahrhundert hieß das noch Faschismus", schreibt Schwarzer auf ihrer Homepage .

Bereits vor knapp einem Monat hatte Schwarzer vor dem Islamismus gewarnt.  "Er ist der Faschismus unserer Zeit", sagte die Frauenrechtlerin Mitte Mai in der ARD- Talksendung von Sandra Maischberger.

"IS- Anhänger kennen den Koran kaum"

Dass sich fanatische IS- Anhänger wie Omar M. mehr und mehr mit Gewalttraining beschäftigen und weniger mit dem Koran, sei seit Langem bekannt. Auch die Tausenden von jungen Männern, die von Europa in den Dschihad nach Syrien ziehen, würden kaum den Koran kennen.

Foto: AP/Alan Diaz, MySpace.com, twitter.com

"Kontakt zu IS spielt keine Rolle"

Deshalb spiele es auch keine Rolle, ob Omar M. vor dem Blutbad, das 50 Menschen das Leben kostete, Kontakte zum IS hatte, so Schwarzer. "Er verstand sich auf jeden Fall nicht als kleiner Loser, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegte, seinem großspurigen Vater vermutlich nicht gerecht werden konnte und dem die Frauen wegliefen. Er verstand sich bei seiner Tat als Held, der im Auftrag Allahs die 'Sünder' massakriert", so Schwarzer.

Attentäter absolvierte zweimal Pilgerweg nach Mekka

Unterdessen kommen immer mehr Details über Omar M. ans Tageslicht. Wie ein Sprecher des saudi- arabischen Innenministeriums gegenüber "NBC News" am Montag bekannt gab, absolvierte der Orlando- Attentäter zweimal die kleine Pilgerreise Umrah nach Mekka - und zwar in den Jahren 2011 und 2012.

13.06.2016, 12:06
fho, krone.at
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