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27.02.2017 - 20:44
Rahma Haruna hatte weder Arme noch Beine und war stets auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen.
Foto: instagram.com/maikatanga_photography

Nigerianerin (19) ohne Arme und Beine ist tot

29.12.2016, 12:22

Rahma Haruna war als das "Mädchen, das in einer Waschschüssel lebt", bekannt. Das Schicksal der Nigerianerin, die weder Arme noch Beine hatte, bewegte die Welt. Nun ist Rahma im Alter von 19 Jahren gestorben. Jene Lokaljournalistin, die die ersten Bilder von Rahma in den sozialen Medien verbreitet und somit auf die junge Frau aufmerksam gemacht hatte, teilte auf ihrer Instagram- Seite das Ableben der 19- Jährigen mit.

"Rahma Haruna, ein 19- jähriges Mädchen, ist am 25. Dezember verstorben. Möge der Allmächtige ihr den Zutritt ins Paradies ermöglichen", schrieb Sani Maikatanga am Stefanitag auf Instagram.

Rahma, deren Arme und Beine im Babyalter zu wachsen aufgehört hatten, lebte bis zuletzt bei ihren Eltern in der Nähe der Stadt Kano im Norden Nigerias. Da sich die junge Frau aufgrund der fehlenden Gliedmaßen und wegen der permanenten Schmerzen kaum bewegen konnte, trugen ihre Eltern und ihr Bruder sie in einer Waschschüssel herum.

Jüngerer Bruder kümmerte sich liebevoll um Rahma

Rahmas jüngerer Bruder Fahad brachte seine Schwester täglich nach Kano, wo sie sich regelmäßig Geld erbettelte. Fahad kümmerte sich liebevoll um Rahma, er badete sie und besuchte mit ihr Verwandte. "Sie ist immer so glücklich, wenn wir die Verwandten besuchen", meinte Fahad vor wenigen Wochen gegenüber Journalisten. Nach Bekanntwerden des Falls meldeten sich laufend Menschen aus aller Welt, die Rahma helfen wollten. So hat laut der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" ein Journalist der Familie Haruna einen Rollstuhl spendiert.

Dieser Film (in englischer Sprache) zeigt das Leben Rahmas:

Eigenes Lebensmittelgeschäft blieb unerfüllter Traum

Trotz ihrer massiven Behinderung gab Rahma nie die Hoffnung auf, selbst einmal ein Unternehmen gründen zu können. Die Nigerianerin sagte gegenüber Reportern immer wieder, dass sie ein Lebensmittelgeschäft führen wolle. Diesen Traum konnte sich die nun Verstorbene nicht mehr erfüllen.

Redakteur
Gabor Agardi
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