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25.07.2017 - 05:49
Der Gmundner Helmut St. wurde für den Mord an Ingrid Sch. zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Foto: Philipp Wiatschka, "Krone"

Neuer Verdacht nach Sex- Mord an Gmundnerin!

20.12.2016, 05:55

War alles doch ganz anders? Seit 2014 sitzt der Gmundner Helmut St. (41) wegen des Mordes an der Tanzschulbesitzerin Ingrid Sch. im Gefängnis - wir berichteten . Der Versicherungskaufmann wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt - allerdings zu Unrecht, wie jetzt in einem Wiederaufnahmeantrag behauptet wird.

Richter am Landesgericht Wels zerbrechen sich seit Wochen den Kopf darüber, wie sie mit dem Wiederaufnahmeantrag umgehen sollen. Darin heißt es, dass die Tanzschulbesitzerin nicht durch einen Sturz und unterlassener Hilfeleistung zu Tode gekommen war, sondern mit einem Pokal erschlagen wurde. Dieser allerdings soll bei den Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich keine recht große Rolle gespielt haben. Interessant: Laut Untersuchungen renommierter Gutachter seien an dieser Tatwaffe weder ein DNA- Profil noch ein Fingerabdruck des eingesperrten Gmundners zu finden.

Gutachten: "Helmut St. als Verursacher auszuschließen"

Sinngemäß heißt es: "Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Tatverdächtige Helmut St. als Verursacher der lebensbedrohlichen Verletzungen mit dem Pokal auszuschließen." St. hatte in den Prozessen gegen ihn nie geleugnet, Geschlechtsverkehr mit der 51- Jährigen gehabt zu haben. Vielmehr habe er sich nach Bekanntwerden der Tat selbst bei der Polizei gemeldet, um darzulegen, dass er nach einer Feier im Tennisverein Sex mit der Frau gehabt, mit ihrem Tod aber nichts zu tun habe. Das beteuerte er in seinen zahlreichen Einvernahmen vor der Polizei, vor den Staatsanwälten und vor Gericht.

Nachbar brachte sich nach Tod der Frau um

Ein weiterer Punkt, der den eingesperrten St. entlasten soll: Einen Tag nach dem Tod der Frau habe sich ihr direkter Nachbar umgebracht - ob die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben, sei nicht ermittelt worden. Ebenso wenig sei man dem Verdacht gegen einen weiteren anfangs Beschuldigten nachgegangen, "weil man sich zu früh auf einen vermeintlichen Täter festgelegt hat", heißt es im Antrag.

Robert Loy, Kronen Zeitung

Redaktion
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