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10.12.2016 - 04:56
Foto: thinkstockphotos.de

Neue Vaterrollen: Rosinenpicker und Windelstratege

11.06.2016, 15:46

Jeder zweite Österreicher ist sich sicher: Die Vaterrolle hat sich seit den 70ern gewandelt. Viele wollen mehr Verantwortung für ihren Nachwuchs und dessen Erziehung übernehmen. Doch nicht alle Väter sind gleich. Welche Klischees und Rollen es gibt - ein nicht ganz ernst gemeinter Überblick:

  • Der Traditionelle: Er hat mit Erziehung nichts am Hut und steht auf die klassische Rollenverteilung. Heißt: Kinder, Küche und Kirche sind Frauensache.

  • Der Windelstratege: Sie arbeitet, er kümmert sich um die Kinder. Dem Vollzeitvater ist egal, was seine Nachbarn denken. Er beschützt, schmust und trocknet Tränen - rund um die Uhr. Die Windelbarriere nimmt er noch vor dem Frühstück. Seine kinderliebende Selbstaufgabe ist oft Folge eines Karriereknicks.

  • Der "Ich wollte einen Sohn"- Typ: Er schuftet wie Al Bundy für seine schrecklich nette Familie, hat aber wenig zu sagen. Häuslich ist er von Frauen umzingelt. Oftmals sucht er Zuflucht in seinem Stamm- Beisl.

  • Der Vorstadt- Vater: Hat ein Häuschen im Grünen, einen geräumigen Kombi und fährt regelmäßig zum Fußballtraining. Im Job macht er Überstunden und versucht trotzdem, Zeit für den Nachwuchs zu haben.

  • Der Wochenendvater: In der Ära Patchwork immer häufiger. Er sieht seine Kinder am Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr.

  • Der Kuckucksvater: Ihm wurde ein fremdes "Ei" in die Wiege gelegt. Experten schätzen, dass rund zehn Prozent aller Kinder in Westeuropa Kuckuckskinder sind.

  • Der Elternzeitvater: Immer mehr Väter nehmen sich eine Jobpause für ihre Kinder.

  • Der Rosinenpicker: Geht es um Spiel und Spaß, ist er zur Stelle. Aber wehe, die Kleinen müssen zum Arzt! Zitat: "Freitags kann ich nicht, da habe ich Sport."

  • Der Wechselpapa: Hier gilt 50 zu 50 - eine Woche Mama, eine Woche Papa. Kinder von getrennten Eltern haben also quasi einen zweiten Wohnsitz.

  • Der Alleinerziehende ist eine Ausnahme. In Österreich ziehen etwa 9000 Männer ihren Nachwuchs ohne eine Partnerin groß.

Egal welcher Typ ein Papa auch sein mag - am Ende des Tages zählt immer nur eines: die Liebe zu seinen Kindern.

11.06.2016, 15:46
Alexandra Halouska, Kronen Zeitung
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