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03.12.2016 - 04:07
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, AFP/JOHN MACDOUGALL / Video: APA

"Merkel ist die gefährlichste Politikerin Europas"

24.10.2016, 12:00

Zwei Tage vor dem 26. Oktober hat FPÖ- Chef Heinz- Christian Strache am Montagvormittag seine mittlerweile schon traditionelle Rede vor dem Nationalfeiertag gehalten. Strache polterte bei der "rot- weiß- roten Feierstunde" im Palais Epstein in Wien vor Hunderten Zuhörern nicht nur gegen die rot- schwarze "Stillstandskoalition" und deren Flüchtlingspolitik, sondern übte auch massive Kritik an "der gefährlichsten Politikerin Europas", der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, und hielt anlassbezogen ein Plädoyer für die Neutralität.

Die Flüchtlingspolitik Merkels sei "kriminell" und habe für einen ungebremsten Zustrom von Migranten gesorgt, der "ganz Europa in Gefahr brachte". Strache: "Sie ist die gefährlichste Politikerin Europas. Sie öffnete mit ihrer Willkommenspolitik alle Schleusen für Islamisten, Armutsimmigranten und Glücksritter, deren Weltbild nicht zu unserem Europa passt. Durch diese Invasion wird unser gesellschaftliches Gefüge in seinen Grundfesten erschüttert." Die Katastrophe sei vorprogrammiert, sogar einen Bürgerkrieg hält Strache deshalb für "nicht unwahrscheinlich".

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, AFP/JOHN MACDOUGALL

"Mittlerweile tun sich die Abgründe des Bösen auch im Herzen Europas auf", sprach der FPÖ- Chef sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge an - ebenso wie Konflikte zwischen Türken und Kurden in Österreich.

Kritik an EU und CETA

Strache attackierte zwar auch grundsätzlich die Europäische Union, hielt aber mehrmals fest, dass ein Austritt aus der EU für die FPÖ nicht infrage komme. "Kritik muss in einem friedlichen Europa aber erlaubt sein", so Strache. In diesem Zusammenhang erwähnte der FPÖ- Chef auch CETA, den geplanten Handelspakt zwischen der EU und Kanada. Während Österreich brav zugestimmt habe, müsse man den Wallonen in Belgien Respekt zollen, die ihre Zusage bisher verweigerten.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER
Strache während seiner Rede im Palais Epstein
Foto: APA

Türkei laut Strache nicht reif für EU- Beitritt

Ihr Fett bekam von Strache auch die Türkei ab, die "in keiner Weise reif für die Mitgliedschaft in der Europäischen Union" sei. "Ein Beitritt der Türkei scheint unrealistisch und unzumutbar", sagte Strache und erntete Applaus aus den eigenen Reihen. "Es kommen Menschen zu uns, die gar nicht daran denken, sich zu integrieren, geschweige denn zu assimilieren. Die ethnisch- kulturell fremde Zuwanderung darf ein gewisses Maß nicht überschreiten, wenn eine Anpassung möglich sein soll." Als weitere Gefahren für das Land skizzierte er die "Massenzuwanderung" und radikalislamische Strömungen.

Auch Straches Ehefrau Philippa saß im Publikum.
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Sorge um Neutralität und Souveränität

Wie bei seiner Rede im Vorjahr widmete Strache auch diesmal der Neutralität viel Zeit. Diese sei "massiv gefährdet", sie habe "gute Dienste geleistet" und daher sei auf diese Werte zu achten - gerade "in Zeiten, die für Verunsicherung sorgen". Strache gab zu bedenken, dass das Land seine Neutralität gar nicht mehr verteidigen werde können, denn "das Bundesheer wird von der Regierung kaputt- und totgespart". Das bringe die Souveränität des Landes in Gefahr.

Strache und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

Hofer wäre "guter Schutzherr Österreichs"

Zum Schluss der Ansprache ließ Strache am Montag seinem um das Amt des Bundespräsidenten wahlkämpfenden Parteikollegen Norbert Hofer verbale Unterstützung zukommen. Er sei der bessere Kandidat als Ex- Grünen- Chef Alexander Van der Bellen und wäre "ein guter Schutzherr Österreichs in einem gemeinsamen Europa". "Mit Norbert Hofer wird es bald einen jungen, aktiven Bundespräsidenten geben, der authentisch und ehrlich seine Überzeugungen lebt und für alle Österreicher da sein wird", gab sich Strache bezüglich der Wiederholung der Stichwahl siegessicher.

Apropos Präsidentenwahl: Hofer geht mit dem Slogan "So wahr mir Gott helfe" ins Wahlkampffinale. Dafür hagelte es Kritik von den Evangelischen Kirchen, die einen "Missbrauch des Gottesbegriffs" orten. FPÖ- Generalsekretär und Hofer- Wahlkampfleiter Herbert Kickl konterte diese Kritik am Montag, dass es sich auch bei der Verwendung der Redewendungen "Grüß Gott", "Gott sei Dank" oder "Um Gottes Willen" nicht um einen missbräuchlichen Gebrauch handle.


24.10.2016, 12:00
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